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America, Europe, and the New Trade Order

Von Jeffrey F. Schott
Beitrag erschienen in: Business and Politics 3, Oktober 2009, S. 1 - 22, am: 05.10.2009

In der seit 2001 andauernden Doha-Runde der WTO treten die Entwicklungsländer mit klaren Forderungen in Bezug auf Agrarfragen und Sonderklauseln auf. Auch das gewachsene wirtschaftliche und politische Gewicht der Schwellenländer ist dabei von Bedeutung. Diverse Zäsuren wie Cancun 2003, und zuletzt im Juli 2008 der Widerstand Indiens und Chinas, haben die Fragilität der Verhandlungen offenbart. Die Finanzkrise, die steigende Marktmacht der BRIC-Staaten und andere negative Folgen der Globalisierung lassen für einige Länder regionale Handelsabkommen als attraktive Alternative gegenüber der multilateralen Liberalisierung im WTO-Rahmen erscheinen. In Bezug auf die multilateralen Verhandlungen bleiben USA und EU die Impulsgeber. Die Schwellenländer wollen primär den Status quo innerhalb der WTO beibehalten. Sie reklamieren zudem ein stärkeres Gewicht in der Organisation, kommen aber meist den damit verbundenen Verpflichtungen nicht nach. Auch USA und EU verfolgen eine ambivalente Strategie mit regionalen Handelsabkommen parallel zu ihrem Engagement in der Doha-Runde. Eine enge Kooperation von USA und EU ist für die erfolgreiche Fortführung multilateraler Liberalisierung des Welthandels unerlässlich. Bei Klimaschutz und Nahrungssicherheit müssen beide Partner gegenüber den Schwellenländern weitere Zugeständnisse machen, die diese mit Liberalisierung im Dienstleistungssektor erwidern könnten. [Zusammenfassung: Roland Graf]


Tags: Brasilien BRIC-Staaten Cancun China EU Europäische Union FTA Gemeinsame Handelspolitik Indien RTA Schwellenländer Uruguay-Runde USA Vereinigte Staaten von Amerika Weltwirtschaft WTO WTO-Reform

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