» Die Gipfeltreffen der G8 und G20 in Kanada: Große Herausforderungen, geringe Erwartungen
von Katharina Gnath & Claudia Schmucker,
in DGAPanalyse kompakt 3, 21. Juni 2010, 5 S. Ende Juni 2010 finden in Kanada zwei Gipfel der Staats- und Regierungschefs statt: Am 25. und 26. Juni treffen sich die Chefs der G8-Staaten – Kanada, USA, Japan, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Russland – in Muskoka. Am darauffolgenden Tag versammeln sich die G20-Mitglieder in Toronto. Die Herausforderungen sind groß: Das G20-Treffen findet vor dem Hintergrund der anhaltenden Wirtschafts- und Finanzkrise statt, die sich in den vergangenen Monaten zu einer Schuldenkrise entwickelt hat. Von beiden Gipfeln sind jedoch keine wegweisenden Entscheidungen zu erwarten, und daher ist vom Gipfelenthusiasmus der letzten Jahre nicht viel übrig geblieben. Bildquelle: Adam_T4, License
» „G8-Gipfel sind nicht mehr zeitgemäß“
von Annette Kaiser,
in Diplomatisches Magazin 8, August 2009, S. 24 – 25
Die Abschlusserklärung des G8-Gipfels von L’Aquila beinhaltet Beschlüsse zu den aktuellen globalen Herausforderungen. Dabei handelt es sich jedoch lediglich um unverbindliche Absichterklärungen, deren Umsetzung ungewiss ist. Vor allem ohne die Mitwirkung der Schwellenländer sind Durchbrüche etwa bei der Bewältigung von Klimawandel oder Wirtschaftskrise nicht möglich. Weltweite Lösungen werden zudem durch den steigenden Einfluss regionaler Gruppen erschwert. Um den nötigen Konsens herzustellen, sollten die VN gestärkt werden oder neue Gipfel-Formate alle relevanten Akteure zusammenbringen. Ein erster Schritt hierzu könnte die Eingliederung der BRIC-Staaten in die G8 sein. [Lars Brückner]
» Die G8-Gipfelarchitektur im Wandel
von Katharina Gnath & Niklas Reimers,
in DGAPanalyse 6, 25. Juni 2009, 20 S. Die Weltwirtschaftsordnung befindet sich in einem Wandel, der durch die aktuelle Wirtschafts- und Finanzkrise beschleunigt wird. Dies gilt insbesondere für die Gruppe der sieben führenden Industrienationen und Russland (G8), die als informelles Gremium der Industriestaaten eine herausgehobene Funktion im globalen System wirtschaftlichen Regierens inne hat. Im Juli 2009 stehen unter dem Vorsitz Italiens bedeutende Weichenstellungen für die Zukunft der G8-Gipfelarchitektur an, in der die Richtung der Gruppe in ihrer Zusammenarbeit mit wichtigen Nichtmitgliedern (den G5-Staaten Brasilien, China, Indien, Mexiko und Südafrika) bestimmt wird. Bildquelle: gabemac, License
Chair’s Summary [G8-Gipfel L’Aquila 2009]
mehr Staaten als je nahmen teil; Doha-Abschluss 2010; Klimaziele vereinbart; Entwicklungsschwerpunkt Afrika; Ernährungssicherung
Veröffentlicht: 10.07.2009
G8-Leaders Declaration on Counter Terrorism
Die G8-Staaten sehen sich in der Verantwortung, den Antiterrorkampf im Rahmen der Vereinten Nationen zu unterstützen.
Veröffentlicht: 08.07.2009
G8-Leaders declaration [on] Political Issues
G8-Positionen zu den Themen Iran, Peacekeeping, organisierte Kriminalität, Piraterie, Nordkorea, Nahost, Pakistan, Afghanistan und Myanmar
Veröffentlicht: 08.07.2009
L’Aquila [G8-Leaders] Statement on Non-Proliferation
NPT bleibt Kernelement der Nichtverbreitungspolitik; wichtige Rolle der IAEA und anderer Institutionen; gemeinsame Vision einer atomwaffenfreien Welt
Veröffentlicht: 08.07.2009
Italy’s 2009 G8: Plans for the Summit
Übersicht der voraussichtlichen Agenda des G8-Gipfels vom 8. - 10. Juli 2009 in L'Aquila, Italien
Veröffentlicht: 20.06.2009
Blockierte Demokratie – Die Tschechische Republik 20 Jahre nach der Samtenen Revolution
Vor 20 Jahren brach das kommunistische Regime in der damaligen Tschechoslowakei zusammen. Die Begeisterung, die die »Samtene Revolution« und der anschließende Aufbruch hin zu Demokratie und Kapitalismus auslösten, ist heute jedoch längst erloschen. Die Gesellschaft in der Tschechischen Republik im Jahre 2009 zeigt sich in hohem Maße zerklüftet und verworfen. Die politische Elite und die Bevölkerung sind voneinander entfremdet, die gesellschaftlichen Entscheidungsträger und Protagonisten der Parteien sind zerstritten und unfähig, dauerhaften Konsens zu bilden. Dieser Zustand ist erneut beim Sturz der Regierung Topolánek im März 2009 offenbar geworden, doch sein Entstehen reicht weiter zurück: in die Vorgänge um den Umbruch 1989 selbst sowie in die Phase der Transformation des Landes in den vergangenen zwei Dekaden. Mehr…