Analyse im Internet
The G-20 and the Global Economy: Sink or Swim
Von Eswar Prasad
Beitrag erschienen in: The Brookings Institution, September 2009, 4 S.,
am: 16.09.2009
Die Weltwirtschaft erholt sich langsam von der Krise. Während dabei die etablierten Volkswirtschaften nur einen schwachen Aufschwung verspüren, weisen Indien und China bereits wieder hohe Wachstumsraten auf. Arbeitslosigkeit und die schwache Binnennachfrage machen der US-Wirtschaft zu schaffen. Exportorientierte Volkswirtschaften wie China, Deutschland und Japan hoffen aber auf eine Zunahme der US-Nachfrage. Die Schwellenländer allein sind nicht in der Lage, als Motor der Weltwirtschaft zu fungieren. Ihr Produktionswachstum geht nicht in gleichem Maße mit einer Erhöhung der Beschäftigtenzahl einher. Die Erholung von der Krise schafft auch neue Herausforderungen, so die globalen makroökonomischen Ungleichgewichte und die Abwertungsgefahr des US-Dollar. Daher besteht ein akuter Reformbedarf des internationalen Währungssystems. Die USA müssen auf nationaler Ebene ihren Staatshaushalt konsolidieren. Wenn Chinas Beschäftigungszahl und Einkommensniveau nicht mit dem BIP-Wachstum des Landes Schritt halten, besteht die Gefahr von Deflation und Spekulationsblasen auf dem Asset-Markt. Schwierigkeiten dieser Dimension müssen auf globaler Ebene gelöst werden. Das G20-Treffen ist zu einem Forum geworden, in dem solche Probleme angegangen werden können. Eine Reform des IWF gehört dazu. Die G20 sollten den Reformwillen, etwa beim Finanzmarkt, aufrecht erhalten und gegen Protektionismus vorgehen. Kooperation in Schlüsselfragen ist für eine langfristige wirtschaftliche Stabilität unabdingbar. [Zusammenfassung: André Schmelzer]


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