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Getreide als strategischer Rohstoff-Herausforderungen für den G8-Gipfel

Von Bettina Rudloff & Christine Wieck
Beitrag erschienen in: SWP Aktuell 17, April 2009, 4 S., am: 17.04.2009

Preissteigerungen auf den Agrarmärkten führten im letzten Jahr in vielen Ländern zu einer Nahrungsmittelkrise. Eine Möglichkeit, künftig sowohl eine größere Preisstabilität als auch eine bessere Versorgung zu gewährleisten, kann eine koordinierte Lagerhaltung darstellen. So wurde bereits beim G8-Gipfel 2008 das Konzept einer strategischen Getreidereserve diskutiert. Prinzipiell gibt es zwei Optionen einer optimierten Nahrungsmittelversorgung: Die Schaffung eines Angebotskartells oder einer Nachfragekoordination. Ersteres wird kaum zu realisieren sein, da für die einzelnen Produzentenländer Anreize bestehen, von getroffenen Vereinbarungen abzuweichen. Außerdem würde es gegen bestehende WTO-Regelungen verstoßen. Vielversprechender erscheint eine Koordination der Nachfrage. Hierfür werden vergleichsweise geringe Mengen benötigt, die als Nahrungsmittelreserven gehalten werden. Diese können entweder von den Produzentenländern gestellt oder die Beschaffung seitens der Entwicklungsländer kann finanziell unterstützt werden. Dabei ist diese Lösung WTO-konform. Zudem kann sie von der EU und einzelnen G8-Staaten verwirklicht werden, anders als beim Angebotskartell, wo eine größere Koalition erforderlich wäre. Betrachtet man die beiden Alternativen, spricht einiges für eine Entscheidung zugunsten einer Nachfragekoordination. Ebenso sollten Anstrengungen unternommen werden, um die Koordination zwischen den Entwicklungsländern zu fördern. [Zusammenfassung: Lars Brückner]

 


Tags: G7-G8 G8-Gipfel Getreide Nahrungsmittelkrise Ressourcen Rohstoffe Versorgungskrise Weltwirtschaft

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