Analyse im Internet
Iraq: A Time to Stay? The US Needs an Exit Strategy, Not Just an Exit
Von Anthony H. Cordesman
Beitrag erschienen in: Center for Strategic and International Studies, Memorandum for the Record, 1. August 2009, 16 S.,
am: 01.08.2009
Die ethnisch und religiös motivierten Kämpfe im Irak werden andauern. Ob es der US-Regierung gelingt, das Land bis zum angesetzten Termin für den Truppenabzug 2011 zu stabilisieren, ist fraglich. Keinesfalls sollten bereits erzielte Fortschritte durch einen übereilten Rückzug gefährdet werden. Eine nachhaltige Konfliktbearbeitung erfordert eine kombinierte zivil-militärische Strategie, die neben der Armee auch den erweiterten Einsatz diplomatischer Teams nach dem Vorbild der „Country Teams“ des State Department sowie die intensivere Verwendung der „Provincial Reconstruction Teams“ vorsieht. Die Obama-Regierung scheint jedoch mehr Gewicht auf den Rückzug an sich als auf eine geordnete Rückzugsstrategie zu legen, weshalb solche Projekte unterfinanziert sind. Sollten die USA allerdings überstürzt aus dem Irak abziehen, besteht die Gefahr, dass das Land wieder in Anarchie versinkt. Aufgrund der hohen Abhängigkeit der USA von den nahöstlichen fossilen Ressourcen, der zahlreichen Konfliktherde im Nahen Osten und des sich daraus ergebenden Sicherheitsbedürfnisses ist es von nationalem Interesse, dem Irak dabei zu helfen, sich zu einem starken und unabhängigen Land zu entwickeln, das enge bilaterale Beziehungen zu den USA unterhält. Ein solches Strategic Agreement erfordert jedoch ein großangelegtes diplomatisches, wirtschaftliches und militärisches Engagement der USA im Irak bis 2020 und darüber hinaus. [Zusammenfassung: Simon Schlechtweg]


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