Artikel mit tag außenpolitische Neuorientierung

Dossiers

  1. Die USA unter neuer Führung - ein Jahr Obama
    by Lucas Lypp & Simon Schlechtweg
    2008 haben sich die Amerikaner für einen politischen Wechsel entschieden. In den Neuen im Weißen Haus werden hohe Erwartungen gesetzt. Ein Jahr ist seit der Amtseinführung Obamas als 44. US-Präsident am 20. Januar 2009 vergangen. Ebenso wie das Votum zugunsten Obamas sind die Herausforderungen historisch, vor denen die neue Administration steht: das politische Erbe der Bush-Regierung, darunter unvollendete Kriege, Antiamerikanismus, durch unilaterale Schritte verärgerte Verbündete; tief greifende globale Trends wie Klimawandel und der relative Machtverlust der USA angesichts des Aufstiegs großer Schwellenländer. Schließlich wurde auch diese Regierung mit unerwarteten Problemen konfrontiert: der gewaltsamen Eruption des Nahostkonflikts und der Finanzkrise. Wie viel Wandel ist überhaupt möglich in Anbetracht solch umfassender Reparaturarbeiten?

    Tags: Abrüstungspolitik Af-Pak-Region Afghanistan Afghanistan-Strategie amerikanisch-russische Beziehungen außenpolitische Neuorientierung Bush China Gazakrieg Global Zero Guantanamo internationale Sicherheitspolitik Irak Iran iranisches Atomprogramm ISAF Kairoer Rede Kampf gegen den Terrorismus Klimapolitik Medwedew muslimische Welt Naher und Mittlerer Osten Nahostkonflikt Nichtverbreitung Nordkorea nukleare Schwellenländer Obama Pakistan Russland Rüstungskontrolle Schwellenländer START Strategic Arms Reduction Treaty Transatlantische Beziehungen US-Außenpolitik USA Wirtschaftskrise


1 2 next

Analysen

  1. » Die USA und Nordkorea – neue Wege unter Barack Obama?
    von Andreas Henneka, in aussenpolitik.net, 10. Februar 2010
    Die amerikanische Nordkoreapolitik ist inkohärent und schwankt zwischen einem kooperativen Ansatz und dem Festhalten an militärischen Optionen. Vor allem das Streben Washingtons nach einem Regimewechsel in Pjöngjang steht einer zielführenden US-Strategie im Weg. Obama hatte angekündigt, ohne Vorbedingungen verhandeln zu wollen, einen Sondergesandten und ein deeskalierendes Schreiben an die nordkoreanische Führung geschickt; Ziel: Wiederaufnahme der Sechs-Parteien-Gespräche. Damit das gelingt, müssen sich beide Seiten bewegen und: auf Drohungen verzichten, vertrauensbildende Maßnahmen einleiten und symbolträchtige Schritte wagen. Dazu gehört der Verzicht auf Militärmanöver und Raketentests. [Zusammenfassung: Lucas Lypp] Bildquelle: yeowatzup, License CC Attribution

  2. » Ein Macher, kein Messias: Ein Jahr Obama
    von Henning Riecke, in aussenpolitik.net, 18. Januar 2010
    Mit der Amtsübernahme der Obama-Regierung waren von Beginn an hohe Erwartungen verbunden. Die neuen Akteure selbst haben diese massiv geschürt, sich eine umfassende Agenda verordnet und anspruchsvolle Fristen gesetzt. Eine entsprechende Ernüchterung war damit vorprogrammiert und wird nun ein Jahr später von den Medien und Kritikern der US-Administration kultiviert. Zu Unrecht, wie DGAP-Experte Henning Riecke meint. Denn: Auf den meisten Schauplätzen läuft es für die Regierung erstaunlich rund. Obamas Politik kommt seinen Versprechen bereits nach einem Jahr sehr nah. Nun liegt es an Washingtons Verbündeten, den Ball aufzugreifen. [Zusammenfassung: Lucas Lypp] Bildquelle: marcn, License CC Attribution

  3. » Handel im Wandel: Freihandel hat keine Priorität für Obama
    von Claudia Schmucker, in aussenpolitik.net, 14. Januar 2010
    Mit der Handelspolitik kann US-Präsident Obama innenpolitisch wenig punkten. Das Thema wird daher von anderen Politikfeldern auf einen unteren Platz der Agenda verdrängt. Auf der internationalen Bühne verfolgt die US-Regierung - zwischen Protektionismus und Freihandel schwankend - noch keine klare Strategie. Im Rahmen der Doha-Runde haben die USA bislang nicht die erhoffte Führungsrolle übernommen. Ein erfolgreicher Abschluss der WTO-Verhandlungen sollte aber Teil der Bemühungen der amerikanischen Regierung sein, die nationale und die Weltwirtschaft wieder flott zu machen. [Zusammenfassung Lucas Lypp] Bildquelle: Photos8.com, License CC Attribution

  4. » Ende und Anfang - Abrüstung und Obamas Nein zu den Raketen in Mitteleuropa
    von Oliver Meier, in WeltTrends – Zeitschrift für Internationale Politik 69, November/Dezember 2009, 17. Jahrgang, S. 5 - 7
    Mit seiner Entscheidung, die Planungen für den Raketenschild in Osteuropa einzustellen, hat sich Obama deutlich von der Vorgängerregierung abgegrenzt. Eine Besserung der amerikanisch-russischen Beziehungen sowie der NATO-Russland-Kooperation in den Bereichen konventionelle Waffen und nukleare Abrüstung ist nun möglich. Das strategische Gleichgewicht bleibt gewahrt. Die amerikanische Entspannungspolitik trägt auch dazu bei, Ost-West-Konflikte über die postsowjetischen Länder in Osteuropa und im Kaukasus zu entschärfen. Moskau sollte nun Obamas Angebot vom September 2009 unbedingt annehmen, blieb jedoch bislang eine ausreichende Antwort schuldig. [Zusammenfassung: Simon Schlechtweg]

  5. » The Obama Moment – European and American Perspectives
    von Álvaro de Vasconcelos & Marcin Zaborowski, in Álvaro de Vasconcelos (Hg.) Marcin Zaborowski (Hg.) EU Institute for Security Studies, November 2009, 260 S.
    Die Europäer machen sich nach dem US-Regierungswechsel große Hoffnungen auf einen Neubeginn in den transatlantischen Beziehungen. Obama teilt dieselben Prinzipien, zwischen den Agenden beiderseits des Atlantiks besteht hohe Konvergenz. Ein wichtiges gemeinsames Thema ist die Weiterentwicklung der internationalen Ordnung auf Basis des Multilateralismus. Aber auch in Nahost, im „Af/Pak“-Raum, gegenüber Russland, bei der Klima- und Abrüstungspolitik ist ein gemeinsamer Ansatz möglich. Dabei müssen die Schwellenländer einbezogen werden. Jetzt heißt es für die Europäer, richtig auf Obamas Signale zu reagieren, hat die EU doch ein strategisches Interesse am Erfolg der amerikanischen Politik. [Zusammenfassung: Lucas Lypp] Bildquelle: Erica Joy, License CC Attribution-ShareAlike

  6. » U.S.-Russian Relations: How Does Russia See the Reset?
    von James F. Collins, in Carnegie Endowment for International Peace, 28. Oktober 2009, 17 S.
    Nach Obamas Wahlsieg zeigte Russland dem neuen US-Präsidenten zunächst die kalte Schulter. Zu sehr war die Demokratieförderung der Regierungen Bush und Clinton in unangenehmer Erinnerung. Durch Obamas pragmatischen Außenpolitikstil haben sich die Beziehungen aber rasch verbessert. Die Annäherung Washingtons an Moskau lässt nun nicht nur auf einen nachhaltigen Wandel in den amerikanisch-russischen Beziehungen hoffen, sondern wirkt sich positiv auf mehrere zentrale außenpolitische Vorhaben der US-Regierung - in Afghanistan, im Irak und bei der Abrüstung - aus. Belastungsfaktoren der Annäherung bleiben die unterschiedlichen Positionen zur geopolitischen Heimat Georgiens und der Ukraine. [Zusammenfassung: Simon Schlechtweg]

  7. » Berlin – Washington: Nukleus einer gemeinsamen euro-atlantischen Strategie?
    von Thomas Jäger, in Hanns-Seidel-Stiftung, Berichte und Studien 89 / 2009, S. 320 - 332
    In den vergangenen Jahren reihte sich in den transatlantischen Beziehungen ein Tiefpunkt an den anderen. Die neue US-Administration und die sich verändernde Weltlage könnten nun für einen Neuanfang sorgen. Steigende sicherheitspolitische Kosten durch mangelnde Abstimmung können sich die Partner immer weniger leisten. Deutschland ist in vielfacher Hinsicht auf die USA angewiesen und darf auf keinen Fall in zu großen Gegensatz zu Washington geraten, sondern muss Gemeinsamkeiten suchen und Kooperationen anbahnen. Als wichtigstes transatlantisches Instrument sollte die NATO wieder zur zentralen sicherheitspolitischen Schnittstelle und zu einem globalen Ordnungsinstrument ausgebaut werden. [Zusammenfassung: Lucas Lypp]

  8. » Die deutsch-amerikanische Sicherheitspartnerschaft
    von Christian Schmidt, in Hanns-Seidel-Stiftung, Berichte und Studien 89 / 2009, S.334 - 346
    Die Fortführung der deutsch-amerikanischen Sicherheitspartnerschaft ist ein alternativloses Unternehmen, garantiert es doch den Erhalt geteilter Werte, des Wohlstands sowie größere internationale Macht. Hauptinstrument gemeinsamer Sicherheitspolitik bleibt trotz Divergenzen die NATO. Aber vor allem das bilaterale militärische Netzwerk hat sich über alle Krisen hinweg als belastbar erwiesen und muss ausgebaut werden. Obama setzt neue Schwerpunkte entspricht so eher europäischen Interessen. Das wird die Kooperation erleichtern. Die USA bleiben für die deutsche Außen- und Sicherheitspolitik unverzichtbar. Berlin sollte daher Washington beim Neuanfang tatkräftig unterstützen. [Zusammenfassung: Lucas Lypp]

  9. » Ein neuer globaler Multilateralismus der USA nach dem Ende der Bush-Ära?
    von Klaus-Dieter Schwarz, in Hanns-Seidel-Stiftung, Berichte und Studien 89 / 2009, S. 39 - 58
    Ihre angesichts neuer Akteure und weltweiter Probleme schwindende globale Macht zwingt die USA zu multilateralem Verhalten. Obama ist gewillt, sich das außenpolitische Grundprinzip der Europäer anzueignen. Washington verfügt über keinen besseren Partner als die Europäer bei dem Versuch, sich einer Weltordnung anzupassen, die es immer weniger kontrollieren kann. Aus Gründen des eigenen Machterhalts muss neuen Spielern angemessene Mitbestimmung in dem etablierten, nach den Weltkriegen geschaffenen internationalen System gewährt werden. Als Rückgrat einer so erneuerten Weltordnung sollten die transatlantischen Beziehungen aktiviert werden, in denen sich Amerika und Europa wechselseitig stärken. [Zusammenfassung: Lucas Lypp]

  10. » Strukturelle Probleme im transatlantischen Beziehungsgefüge
    von Helga Haftendorn, in Hanns-Seidel-Stiftung, Berichte und Studien 89 / 2009, S.308 - 319
    Obamas Personalentscheidungen deuteten bereits auf ein hohes Maß an Kontinuität in der US-Außenpolitik hin. Aber Obama hat den Wandel zu einem Imperativ erhoben, um Ansehen und Einfluss der USA zu restaurieren. Smart power ist das neue Leitmotiv, inklusive einer geringeren Betonung militärischer Mittel und eines partnerschaftlicheren Stils. Der Präsident hat Europa als besten außenpolitischen Partner erkannt. Dreh- und Angelpunkt stärkerer Kooperation sind die transatlantischen Beziehungen, mit gemeinsamen Werten und ähnlichen Interessen, die jedoch als strategische Partnerschaft zu erneuern sind - ein unerlässlicher Schritt angesichts des Gewichtsverlustes des Westens. [Zusammenfassung: Lucas Lypp]

1 2 next

Analysen im Internet

  1. Shoulder to Shoulder: Forging a Strategic U.S.-EU Partnership
    Der kommende EU-US-Gipfel sollte dazu genutzt werden, eine neue strategische Partnerschaft zu begründen.
    Veröffentlicht: 15.03.2010

  2. Confronting the China-US Economic Imbalance
    Die chinesische Regierung müsste Nachfrage und Konsum im Binnenmarkt stärken und so die Abhängigkeit vom Export abschwächen.
    Veröffentlicht: 20.02.2010

  3. Getting Back on Track to Close Guantanamo. How to Get to Zero
    Die Regierung Obama muss rasch nach den Ursachen für die Verzögerung suchen und eine neue Strategie für die Schließung von Guantanamo entwerfen.
    Veröffentlicht: 20.02.2010

  4. The United States and the Muslim World: How Engagement Will Improve Relations
    Die US-Regierung sollte künftig nicht nur mit moderaten Muslimen verhandeln, sondern auch islamistische Akteure einbeziehen.
    Veröffentlicht: 20.02.2010

  5. A Policy Agenda for the US-Russia Congressional Caucus
    Die Obama-Regierung hat gegenüber Moskau Zugeständnisse gemacht, für die sie von russischer Seite kaum Konzessionen erhalten wird.
    Veröffentlicht: 24.01.2010

  6. The United States-China Economic Relationship and the Strategic and Economic Dialogue
    China und die USA müssen enger zusammenarbeiten. Dazu könnte die Schaffung einer G2 eine geeignete Plattform sein.
    Veröffentlicht: 20.02.2010

1 2 next

Dokumente

  1. Remarks on the Future of European Security [Hillary Clinton]
    Hillary Clinton ruft die EU-Länder auf, gemeinsam mit den USA die weltweiten sicherheitspolitischen Herausforderungen zu meistern.
    Veröffentlicht: 29.01.2010

     
  2. Remarks by the President [Barack Obama] in the State of the Union Address. 28.01.2010
    Finanzkrise, Gesundheitsreform, Rüstungskontrolle und Terrorismus sind die Hauptthemen der zweiten State of the Union-Rede Obamas.
    Veröffentlicht: 28.01.2010

     
  3. United Nations Security Council Resolution 1887 (2009)
    Obamas Vision einer nuklearwaffenfreien Welt wird als Sicherheitsratsresolution verabschiedet.
    Veröffentlicht: 18.09.2009