» Rivalitäten und Konflikt zwischen Sunniten und Schiiten in Nahost
von Sigrid Faath (Hg.),
in Forschungsinstitut der DGAP, Januar 2010, 252 S. Steht der Nahe Osten vor einer Eskalation der historischen Rivalität? Die seit 2003 gewaltsam ausgetragene Auseinandersetzung der Muslime im Irak führt das Konfliktpotenzial des religiösen Gegensatzes vor Augen, das die Stabilität der gesamten Region gefährdet. Zieht sich doch die sunnitisch-schiitische Bruchlinie durch die Gesellschaften fast aller Länder des Raumes. Viele Regierungen fürchten einen steigenden schiitischen und iranischen Einfluss und die Instrumentalisierung der schiitischen Minderheiten für die machtpolitischen Ambitionen Teherans. Feindbilder werden mobilisiert. Dabei wird der Konflikt von politischen, sozioökonomischen und religiösen Fragen gleichermaßen getrieben. Bildquelle: Zoom Zoom, License
» Die pakistanischen „Federally Administered Tribal Areas“ (FATA) – Der Einfluss der Taliban weitet sich aus.
von Carsten Michels,
in aussenpolitik.net, 1. Juli 2009
Die Sicherheitslage in der afghanisch-pakistanischen Grenzregion und die möglichen internationalen Auswirkungen der Instabilität geben der Staatengemeinschaft zunehmend Anlass zur Sorge. Vor allem die halbautonomen Territorien im Nordwesten Pakistans sind der Kontrolle der Zentralregierung weitgehend entglitten. Militant-islamistische Taliban-Gruppen haben dort die Macht an sich gerissen. Das Gebiet dient zudem als Rückzugsraum für Al Khaida-Kämpfer. Von dort führen sie immer wieder Anschläge auf die ISAF durch. Sowohl auswärtige Akteure als auch die Regierung in Islamabad tun sich schwer, die Probleme in den Griff zu bekommen. Unterdessen spielt sich in der Region ein humanitäres Drama ab. [Zusammenfassung: Lucas Lypp]
» Zentralasien und die EU - Aussichten einer Energiepartnerschaft
von Luba Azarch,
in DGAPanalyse 7, 25. August 2009, 24 S. Mit der 2007 angenommenen „Strategie für eine neue Partnerschaft“ ist das energiereiche Zentralasien verstärkt ins Blickfeld der EU-Außenpolitik gerückt. Hauptziel der EU ist, einen ordnungs- und entwicklungspolitischen Ansatz mit der Durchsetzung wirtschaftlicher, energie- und sicherheitspolitischer Interessen zu verbinden. Die vorliegende Studie befasst sich vornehmlich mit den europäischen Ambitionen im Energiebereich. Sie kommt zu dem Schluss, dass sich der konditionierte Ansatz angesichts der innenpolitischen Strukturen Zentralasiens und der geopolitischen sowie wirtschaftlichen Zwänge als wenig erfolgsversprechend wird. Bildquelle: Robert Thomson, License
Toughing it out in Afghanistan
Es gilt, nun rasch die Lage für die afghanische Bevölkerung zu verbessern und die öffentliche Unterstützung für den Einsatz im Westen zu erhalten.
Veröffentlicht: 17.05.2010
Obama's Address on the War in Afghanistan
Obama erklärt Afghanistan zum Hauptprojekt seiner Außen- und Sicherheitspolitik und kündigt Truppenverstärkung von 30.000 Mann an.
Veröffentlicht: 02.12.2009
G8-Leaders Declaration on Counter Terrorism
Die G8-Staaten sehen sich in der Verantwortung, den Antiterrorkampf im Rahmen der Vereinten Nationen zu unterstützen.
Veröffentlicht: 08.07.2009
Blockierte Demokratie – Die Tschechische Republik 20 Jahre nach der Samtenen Revolution
Vor 20 Jahren brach das kommunistische Regime in der damaligen Tschechoslowakei zusammen. Die Begeisterung, die die »Samtene Revolution« und der anschließende Aufbruch hin zu Demokratie und Kapitalismus auslösten, ist heute jedoch längst erloschen. Die Gesellschaft in der Tschechischen Republik im Jahre 2009 zeigt sich in hohem Maße zerklüftet und verworfen. Die politische Elite und die Bevölkerung sind voneinander entfremdet, die gesellschaftlichen Entscheidungsträger und Protagonisten der Parteien sind zerstritten und unfähig, dauerhaften Konsens zu bilden. Dieser Zustand ist erneut beim Sturz der Regierung Topolánek im März 2009 offenbar geworden, doch sein Entstehen reicht weiter zurück: in die Vorgänge um den Umbruch 1989 selbst sowie in die Phase der Transformation des Landes in den vergangenen zwei Dekaden. Mehr…