Analyse im Internet
Obama's Foreign Policy: Is This Change We Can Believe In?
Von David Calleo, Camille Grand, Ivan Safranchuk & Shen Dingli
Beitrag erschienen in: European Security Forum, Working Paper 32, Centre for European Policy Studies u.a., August 2009, 19 S.,
am: 03.08.2009
Der Rückblick auf die vergangenen Monate erlaubt bereits ein erstes Resümee der Außenpolitik des neuen US-Präsidenten und lässt Schlussfolgerungen über deren künftige Ausrichtung zu. Zugleich stellt sich angesichts der hohen Kosten der Finanzkrise, der Kriege in Afghanistan und Irak sowie der Gesundheitsreform die Frage nach der künftigen politischen und wirtschaftlichen Position und Rolle der USA im internationalen System. Diese Faktoren lassen die Vormachtstellung der USA bröckeln und werden ihre Handlungsfähigkeit begrenzen. Der US-Dollar - als internationale Reservewährung und Quelle umfangreicher Kredite jahrzehntelang ein Garant für die Hegemonie Amerikas - wird durch die massive Staatsverschuldung weiter abgewertet. Die Finanzkrise könnte eines Tages als der Anfang vom Niedergang des amerikanischen Imperiums angesehen werden. Abgesehen von den finanziellen Restriktionen war der angekündigte Wandel der US-Außenpolitik hin zu mehr Multilateralismus nicht nur eine PR-Kampagne Obamas, sondern hat in der Tat stattgefunden. Allerdings hat Obamas Strategie bisher kaum konkrete Ergebnisse geliefert. Außenpolitische Erfolge wird der neue US-Präsident nur haben, wenn es ihm gelingt, wichtige Akteure wie Russland, China und Iran in die amerikanische Politik einzubinden. [Zusammenfassung: Simon Schlechtweg]


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