Artikel mit tag Palästina

Analysen

  1. » Einsatz ohne Wirkung? Barack Obamas Nahost-Politik
    von Patrick Keller, in APuZ 9, 1. März 2010, S. 23 - 28
    Die Präsidentschaft Obamas leidet unter der Fülle zu vieler innen- und außenpolitischer Großaufgaben. In Nahost drängen sicherheits- und energiepolitische Fragen. Die Personalentscheidungen für die Region lassen auf eine Kontinuität demokratischer Realpolitik schließen. Obamas Rhetorik deutet eine Öffnung gegenüber der muslimischen Welt an, stößt aber besonders bei der Siedlungspolitik auf israelischen Widerstand. Das amerikanische Zurückweichen in diesem Punkt gefährdet die amerikanisch-arabischen Beziehungen. Auch Obamas Entgegenkommen gegenüber Iran hat bislang zu keinem Ergebnis geführt. Das unbestimmte Auftreten der USA schwächt deren Machtposition und stärkt konkurrierende Akteure. Bildquelle: http://www.whitehouse.gov

  2. » Economic Peace in the West Bank and the Fayyad Plan: Are They Working?
    von Adam Robert Green, in The Middle East Institute Policy Brief 28, Januar 2010, 11 S.
    Der Fayyad-Plan beschreibt detailliert die Gründung eines palästinensischen Staates bis 2011. Für Premier Fayyad ist das Wirtschaftswachstum in Palästina der zentrale Aspekt seiner Strategie. Auf die Wahl und die gewaltsamen Ausschreitungen 2006 folgte eine Periode des relativen Friedens und verbesserte die Wirtschaftslage in der gesamten Region. Um ein signifikantes und nachhaltiges Wachstum zu erzielen, bedarf es jedoch der Ansiedlung großer Unternehmen und einer besseren Infrastruktur. Auch eine Mitgliedschaft in der WTO wird angestrebt. Zudem müssten die Divergenzen zwischen Hamas und Fatah überwunden werden. [Zusammenfassung: Edith Novy]

  3. » Europa braucht einen kontinuierlichen und differenzierten Blick auf den Nahen Osten
    von Sigrid Faath, in aussenpolitik.net, 22. Oktober 2009
    Die geringen Fortschritte bei der Lösung der Konfliktherde in Afghanistan, Iran, Irak und Palästina führen im gesamten Nahen und Mittleren Osten zu einer immer negativeren Wahrnehmung auch der beteiligten externen Akteure. Die ersten Schritte der neuen US-Administration werden lediglich mit Zurückhaltung beobachtet. Problematisch ist auch, dass durch die hohe Aufmerksamkeit für die großen Konflikte andere für die Region existenzielle Fragestellungen von der Agenda verdrängt werden, wie die sozioökonomische Entwicklung, der Staatsaufbau oder das algerisch-marokkanische Wettrüsten. Europäische Außenpolitik sollte ihren Nachbarraum als Ganzes nicht aus dem Blick verlieren. [Zusammenfassung Lucas Lypp] Bildquelle: JohnJobby, License CC Attribution-ShareAlike

  4. » Israel’s religious right and the question of settlements
    von International Crisis Group, in ICG Middle East Report 89, 20. Juli 2009, 49 S.
    Premier Netanyahu sieht sich sowohl von der US-Regierung als auch von rechten israelischen Siedlern unter Druck gesetzt. Die USA wollen einen Stopp des Siedlungsbaus durchsetzen, um so neue Friedensverhandlungen zu erleichtern. Die israelische Rechte stellt sich dem jedoch in den Weg. Dabei hat sie wichtige Unterstützer: Viele Schlüsselfiguren in Regierung, Militär und Rechtssystem sind nicht an einer Lösung des Siedlungsproblems interessiert. Während der Abbau in Gaza allerdings friedlich vonstatten ging, sieht die Lage in der Westbank anders aus. Bei letzterer handelt es sich um ein viel größeres Gebiet und eine überwiegend ultra-orthodoxe Bewohnerschaft, die nicht freiwillig weicht. [Zusammenfassung: Jasmin Reitzig]

  5. » Gaza und das Völkerrecht
    von Norman Paech, in WeltTrends – Zeitschrift für Internationale Politik 65, März/April 2009, S. 77 – 87
    Nicht nur Menschenrechtsorganisationen werfen Israel vor, im Gazakrieg gegen das Kriegsrecht verstoßen und zu viele Zivilisten getötet zu haben. Das Ausmaß an Zerstörung sei nicht mit den Kriegszielen, die Hamas zu schwächen und den Raketenbeschuss zu stoppen, zu rechtfertigen. Israel kontert mit dem Selbstverteidigungsrecht. Doch besteht Selbstverteidigungsrecht, wenn die Besetzten Wiederstand gegen eine Besatzungsmacht leisten, die ihre rechtlichen Verpflichtungen nicht einhält? Im Gazastreifen herrschte eine Mangelwirtschaft und Zivilisten konnten nicht flüchten. Die Frage ist auch, ob Hamas Zivilisten als Schutzschilde gebrauchte und ob Israel gezielt zivile Einrichtungen bombardierte. [Zusammenfassung: Jasmin Reitzig]

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Analysen im Internet

  1. Beyond the Impasse. International Intervention and the Israeli-Palestinian Peace Process
    Eine internationale Peacekeeping-Mission im Gazastreifen und der West Bank könnte zu einer graduellen Annäherung der Konfliktparteien führen.
    Veröffentlicht: 26.06.2010

  2. Obamas zweiter Anlauf im Nahost-Friedensprozess. Unilaterale Ansätze der Konfliktparteien sind keine Alternative
    Ohne ein aktives Engagement der internationalen Gemeinschaft werden die Konfliktparteien das gegenseitige Misstrauen nicht überwinden.
    Veröffentlicht: 22.04.2010

  3. The United States and the Muslim World: How Engagement Will Improve Relations
    Die US-Regierung sollte künftig nicht nur mit moderaten Muslimen verhandeln, sondern auch islamistische Akteure einbeziehen.
    Veröffentlicht: 20.02.2010

  4. „Fixing Broken Windows“: Security Sector Reform in Palestine, Lebanon, and Yemen
    Um die drei Länder dauerhaft zu stabilisieren, bedarf es einer breitgefächerten politischen Strategie.
    Veröffentlicht: 09.06.2010

  5. Advice to the Prince
    Ungebetene Außenpolitikberatung für den Bush-Nachfolger im Weißen Haus
    Veröffentlicht: 09.01.2010

  6. Netanyahus außenpolitische Grundsatzrede - Kein Fortschritt im Friedensprozess, statt dessen alter Wein in neuen Schläuchen
    Obwohl Netanjahus Rede vierzigmal mit dem Wort „Frieden“ aufwartete, änderte er seine Grundhaltung zu zentralen Streitfragen nicht.
    Veröffentlicht: 22.04.2010

  7. The EU’s approach to Israel and Palestinians: A move in the right direction
    Ohne externen Druck wird die Zuspitzung des Konflikts immer wahrscheinlicher.
    Veröffentlicht: 22.04.2010

  8. Deutsche Nah-, Mittelost- und Nordafrikapolitik: Interessen, Strategien, Handlungsoptionen
    Deutschland benötigt eine Gesamtstrategie für den Raum, die Energiesicherheit und Terrorismusbekämpfung in den Mittelpunkt stellt.
    Veröffentlicht: 20.09.2009

  9. Die EU, die Hamas und die Krise im israelisch-palästinensischen Friedensprozess - Eine kritische Bilanz der europäischen Politik und Empfehlungen für einen Neuanfang
    Das Nahostquartett sollte konsequent darauf hinarbeiten, jegliche Schritte, die einer Zwei-Staaten-Regelung entgegenwirken, zu unterbinden.
    Veröffentlicht: 07.10.2009

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Dokumente

  1. Briefing by Special Envoy for Middle East Peace George Mitchell on the President's Trilateral Meeting with Prime Minister Netanyahu of Israel and President Abbas of the Palestinian Authority
    Für die Zwei-Staaten-Lösung sind schmerzhafte Kompromisse nötig. Jetzt Voraussetzungen für Wiederaufnahme der Verhandlungen schaffen.
    Veröffentlicht: 22.09.2009

     
  2. Human Rights in Palestine and other occupied Arab Territories - Report of the United Nations Fact Finding Mission on the Gaza Conflict
    Untersuchung der Ereignisse des Gazakrieges; Kriegsverbrechen und Menschenrechtsverletzungen auf beiden Seiten
    Veröffentlicht: 15.09.2009

     
  3. Foreign Policy Address at the Council on Foreign Relations, Hillary Rodham Clinton, Secretary of State
    Bei der Lösung der Vielzahl globaler Herausforderungen werden die USA die Führung übernehmen und einen kooperativen Ansatz verfolgen.
    Veröffentlicht: 15.07.2009

     
  4. Address by PM Netanyahu at Bar-Ilan University
    In seiner außenpolitischen Grundsatzrede gesteht der israelische Premier den Palästinensern erstmals Eigenstaatlichkeit zu.
    Veröffentlicht: 14.06.2009

     
  5. Pressekonferenz von Bundeskanzlerin Merkel und US-Präsident Obama
    Plädoyer für Zwei-Staatenlösung im israelisch-palästinensischen Konflikt; Stärkung des multilateralen Systems; Verhandlungen mit Iran notwendig
    Veröffentlicht: 05.06.2009

     
  6. Remarks by the President [Barack Obama] on a new Beginning (Rede an der Kairoer Universität)
    Gemeinsame Interessen und Werte sowie gegenseitiger Respekt sind die Basis für einen Neuanfang in den Beziehungen zwischen USA und muslimischer Welt
    Veröffentlicht: 04.06.2009