Analyse
Afghanistan, Deutschland und die NATO
von Michael Rühle, veröffentlicht auf aussenpolitik.net: 08.06.2009
Der dringend notwendige zivile Aufbau in Afghanistan bleibt wegen mangelnder Koordination der internationalen Akteure in seiner Wirkung hinter dem Militärengagement zurück. Eine schlüssige militärische Strategie fehlt allerdings ebenfalls. Einige NATO-Mitglieder sorgen überdies durch ihre nationale Politik für Abstimmungsprobleme. Die Debatte in Deutschland offenbart strukturelle Probleme der deutschen Sicherheitspolitik. Ein Armeeeinsatz ist von der Zustimmung des Parlaments abhängig und es besteht eine gravierende Unterfinanzierung der Streitkräfte. Die Bundeswehr sollte zur Einsatzarmee werden und es muss eine Debatte über militärische Risikoverteilung stattfinden. [Zusammenfassung: Aylin Ünal]
Der Beitrag erscheint mit Genehmigung des Nomos Verlags.


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