Artikel mit tag Afrika

Analysen

  1. » Regenbogennation als regionale Führungsmacht
    von Christian von Soest, in APuZ 1/2010, 28. Dezember 2009, S. 19 - 25
    Seit dem Ende der Apartheid tritt Südafrika außenpolitisch als soft power auf. Vor allem im Westen wird erwartet, dass sich das Land als Vorbild für den Kontinent etabliert. Allerdings ist Südafrika trotz seiner wirtschaftlichen und politischen Bedeutung bei den Nachbarn noch nicht als regionale Führungsmacht akzeptiert. Pretoria hat zwar eine Vorreiterrolle in der Afrikanischen Union und anderen Organisationen inne und ist einer der wichtigsten Truppensteller. Es hat aber nicht genug Geltung, um die friedliche Lösung von Konflikten zu erzwingen. Auf Ablehnung stößt auch seine an nationalen Interessen orientierte Wirtschaftspolitik und sein demokratisches, westlich orientiertes System. Bildquelle: Ben Kelly, License CC Attribution

  2. » Leben in der Treibhausatmosphäre
    von E+Z Schwerpunkt: Anpassung an den Klimawandel, in E+Z Entwicklung und Zusammenarbeit 12, Dezember 2008, S. 450 – 469
    Strategien der Anpassung an den Klimawandel gewinnen immer mehr an Bedeutung. Als besonders Betroffene sind Entwicklungsländer selbst in günstigen Szenarien auf die Unterstützung der reichen Länder angewiesen, den maßgeblichen Verursachern des Klimawandels. Dabei sollten Synergien zwischen Entwicklungs- und Klimapolitik genutzt werden, finanzielle Hilfen im Rahmen der Klimapolitik allerdings nicht mit der bestehenden Entwicklungshilfe verrechnet werden. Europa muss im Kampf gegen den Klimawandel eine Vorreiterrolle einnehmen und sollte - wie auch die anderen Industrieländer - Zusagen bezüglich der Entwicklungshilfe einhalten und zusätzliche Mittel bereitstellen. [Zusammenfassung: Lars Brückner] Bildquelle: Marufish, License CC Attribution-ShareAlike

  3. » African Regional Integration and the Role of the European Union
    von Ludger Kühnhardt, in ZEI Discussion Paper 184/2008, 42 S.
    Afrika tritt in ein neues Stadium der Regionsbildung ein. Mehr als für jeden anderen Kontinent ist regionale Integration für Afrika ein Entwicklungsinstrument. Dabei existieren zahlreiche überlappende Gruppierungen nebeneinander; darunter ECOWAS und SADC als die erfolgreichsten. Die afrikanischen Regierungen müssen den verschiedenen Organisationen nun unterschiedliche Rollen zuweisen und sie in ein komplementäres Verhältnis zueinander bringen. Regionale Integration in Afrika wird seitens der EU aus postkolonialer Verantwortung und vor dem Hintergrund der europäischen Erfahrungen unterstützt. Noch ist nicht ausgemacht, welche der Regionalorganisationen zu einem Pendant der EU avanciert. Bildquelle: Randy_OHC, License CC Attribution

  4. » Afrika im Klimawandel
    von Barbara Unmüßig & Stefan Cramer, in GIGA Focus 2/2008, 8 Seiten
    Obwohl an der Verursachung des Klimawandels kaum beteiligt, werden die Konsequenzen Afrika besonders hart treffen. Experten erwarten einschneidende Folgen für Wasserversorgung und Landwirtschaft. Wasser wird knapper, die Erträge werden stark schrumpfen, der Zusammenbruch ganzer Ökosysteme ist zu befürchten. Zudem wird der Klimawandel die Armut zementieren, die Ausbreitung von Krankheiten fördern und die Entstehung von gewaltsamen Konflikten begünstigen. Afrikanische Klimapolitik sollte die Vermeidung von Treibhausgasemissionen, eine einheitliche, länderübergreifende Waldpolitik und Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel umfassen. [Zusammenfassung: Lars Brückner]

  5. » Bewährungsprobe für die G8 - Dialog mit Afrika
    von Peter Molt, in Die Politische Meinung 457, Dezember 2007, S. 27 - 31
    Die Probleme Afrikas, vor allem der Staatszerfall, sind mittlerweile fester Bestandteil der G8-Agenda. Das Interesse rührt aus der Bedeutung des Kontinents als Rohstofflieferant sowie aus der Sorge um die internationale Sicherheit. Trotz der afrikapolitischen Fortschritte der letzen Jahre bei Entschuldung und Bekämpfung von Krankheiten, besteht weiter Handlungsbedarf, insbesondere bei der Entwicklung eines privatwirtschaftlichen Sektors. Die Wirksamkeit der Entwicklungshilfe bleibt allerdings wegen der verbreiteten schlechten Regierungsführung umstritten. An einem intensiven Dialog zur Förderung von Verantwortungsbewusstsein und Transparenz sollten die entwickelten Länder aber festhalten. [Zusammenfassung: Lars Brückner]

  6. » Afrika und die G8 – Eliten unter sich?
    von Henning Melber, in Henning Melber, Cornelia Wilß (Hg.), G8 Macht Politik – Wie die Welt beherrscht wird, Brandes & Apsel Verlag GmbH, Frankfurt am Main 2007, S. 93 – 102
    Mit der britischen Afrikainitiative wurde dem Kontinent auf dem G8-Gipfel 2005 eine bis dahin ungekannte Aufmerksamkeit zuteil. Es ist jedoch zu bedenken, dass damit vor allem eine engere Partnerschaft mit ausgewählten afrikanischen Eliten intendiert wird. Die von der G8 als Demokratie-Initiative deklarierten „Neuen Partnerschaften für Afrikas Entwicklung“ legitimieren strukturelle Disparitäten, ohne dabei die Bevölkerung in wichtige Entscheidungsprozesse einzubinden. Die ins Auge gefasste politisch-wirtschaftliche Neugestaltung der Beziehungen hat bislang kaum nennenswerte Fortschritte gebracht. Dennoch ablaufende Reformprozesse in Afrika können kaum dem Handeln der G8 zugeschrieben werden. [Zusammenfassung: Inken Reimer]

  7. » The Southern African Development Community and its Relations to the European Union - Deepening Integration in Southern Africa?
    von Ariane Kösler, in ZEI Discussion Paper 169 / 2007, 42 S.
    Wichtigster Beispielgeber und Kooperationspartner regionaler Integration in Afrika ist die EU. Der Kontinent weist 14 teils überlappende Zusammenschlüsse auf, darunter die 1980 gegründete SADC, die bereits substanzielle wirtschaftliche und politische Integrationsschritte zurückgelegt hat. Dennoch sind weitere Impulse nötig. Sowohl Mitglieder als auch externe Spieler müssen die Gemeinschaft als einheitlichen Akteur unterstützen. Dabei ist die EU-Politik hilfreich, aber auch nicht frei von Inkohärenzen, wie der Abschluss eines bilateralen Handelsabkommens mit Südafrika zeigt. Die Autorin zeigt die größten Entwicklungshemmnisse des afrikanischen Projekts auf. [Zusammenfassung: Lucas Lypp]

  8. » Fünf Jahre NEPAD
    von Cord Jakobeit, in APuZ 32-33, 7. August 2006, S. 21 - 25
    Die Gründung der Initiative "New Partnership for Africa's Development" 2001 erregte viel Aufmerksamkeit, da sich die afrikanischen Regierungschefs erstmals dazu bekannten, durch gute Regierungsführung die Grundlagen für eine nachhaltige Entwicklung zu schaffen. Fünf Jahr später ist es jedoch zu früh, das Projekt als Erfolgsgeschichte zu feiern. Besonders der mit der G8 entwickelte "African Peer Review Mechanism" hat bislang wenig konkrete Ergebnisse gebracht. Auch die ökonomischen Daten des Kontinents haben sich kaum verbessert. Allerdings sollte man anerkennen, dass die NEPAD-Initiative dazu beigetragen hat, eine Marginalisierung Afrikas in der internationalen Politik zu verhindern.

  9. » The New Partnership for Africa's Development. Four years of a promising attempt or hollow optimism?
    von Prince Mashele, in ISS Paper 125, März 2006, 16 S.
    Die New Partnership for Africa's Development (NEPAD) ist Ausdruck der Absicht Afrikas, sich den weltweiten Herausforderungen zu stellen, interne Probleme eigenständig zu bewältigen und anderen Regionen auf gleicher Augenhöhe als Partner zu begegnen. Insbesondere der African Peer Review Mechanism (APRM) wird als effektives Instrument betrachtet, gute Regierungsführung zu gewährleisten und damit Afrikas Entwicklung voranzubringen. Der Autor beschreibt die Ambitionen der NEPAD und des APRM und analysiert erste Erfahrungen mit beiden Instrumenten anhand der Fallbeispiele Ghana und Ruanda.

    [Zusammenfassung: weltpolitik.net]

Analysen im Internet

  1. Deutsche Afrikapolitik: Eckpunkte einer strategischen Neuausrichtung
    Konfliktlösung, Staatsaufbau, Armuts- und Krankheitsbekämpfung müssen die Prioritäten der deutschen Afrikastrategie sein.
    Veröffentlicht: 19.09.2009

  2. Die Erwartungen Afrikas an den deutschen Vorsitz der G8 und der EU im Jahr 2007
    Der vorliegende Beitrag konzentriert sich auf fünf Schlüsselbereiche der Entwicklungspolitik und gibt Empfehlungen.
    Veröffentlicht: 05.03.2009

Dokumente

  1. Foreign Policy Address at the Council on Foreign Relations, Hillary Rodham Clinton, Secretary of State
    Bei der Lösung der Vielzahl globaler Herausforderungen werden die USA die Führung übernehmen und einen kooperativen Ansatz verfolgen.
    Veröffentlicht: 15.07.2009

     
  2. A Stronger G8-Africa Partnership on Water and Sanitation
    Konkretisierung der G8-Afrika-Kooperation auf dem Gebiet der Wasserversorgung
    Veröffentlicht: 10.07.2009

     
  3. Chair Summary of the G8-Africa session at the G8 L’Aquila Summit
    Ausbau der G8-Afrika-Kooperation; Entwicklung und Sicherheit stärken; Kontinent von der Wirtschafts- und der Klimakrise besonders betroffen
    Veröffentlicht: 10.07.2009

     
  4. Chair’s Summary [G8-Gipfel L’Aquila 2009]
    mehr Staaten als je nahmen teil; Doha-Abschluss 2010; Klimaziele vereinbart; Entwicklungsschwerpunkt Afrika; Ernährungssicherung
    Veröffentlicht: 10.07.2009

     
  5. “L’Aquila” Joint Statement on Global Food Security - L’Aquila Food Security Initiative (AFSI)
    Ziel weltweiter Ernährungssicherung; Bereitstellung von 20 Mrd. US$ für die kommenden drei Jahre
    Veröffentlicht: 10.07.2009

     
  6. Chair’s Summary, G8 Summit 2008
    Schwerpunkte des Gipfels waren die Lage der Weltwirtschaft, der Klimawandel, Fragen der Entwicklungspolitik und Afrika
    Veröffentlicht: 09.07.2008

     
  7. G8 Hokkaido Toyako Summit Leaders Declaration
    Abschlusserklärung des G8-Gipfels 2008 mit den Themenschwerpunkten Weltwirtschaft, Umwelt-, Klima-, Entwicklungspolitik und Afrika
    Veröffentlicht: 08.07.2008