China
Die Volksrepublik China hat eine Bevölkerung von 1,3 Milliarden, einen riesigen Markt und ehrgeizige Ziele. Dabei trifft die vormals kollektivistisch organisierte Gesellschaft unter einer autoritären Führung auf ein wirtschaftlich und militärisch von demokratischen Marktwirtschaften dominiertes Umfeld. Das Dilemma der chinesischen Führung: Der Aufstieg Chinas von der isolierten Regional- zur Großmacht ist nicht ohne Zugeständnisse an die Staatengemeinschaft zu schaffen. Die Verbreitung von Werten wie Demokratie oder Rechtsstaatlichkeit unterminiert dabei die Machtstellung der kommunistischen Partei. Bildquelle: Mirjam Heilmann
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Analysen
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» Chinesische Migration im russischen Fernen Osten - Ist die nationale Sicherheit Russlands gefährdet?
von Anton Friesen, in aussenpolitik.net, Juni 2009
Der ressourcenreiche ferne Osten Russlands leidet unter starkem Bevölkerungsrückgang und Versorgungsengpässen, seit die lenkenden Eingriffe und Zuwendungen des Sowjetstaates weggefallen sind. Demgegenüber stehen die demografisch und ökonomisch prosperierenden chinesischen Nachbarprovinzen. Chinesische Arbeitsmigranten und Händler füllen zunehmend die auf russischer Seite entstandenen Lücken. Erhebliche interethnische Spannungen, angeheizt durch politisch überzeichnete Szenarien und instrumentalisierte Ängste, gehen damit einher und überlagern die wirtschaftlichen Erwägungen, die für eine systematische Einwanderungspolitik sprechen. [Zusammenfassung: Lucas Lypp] Bildquelle: openDemocracy, License 
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» China’s Road to Destruction: Following the West on Global Warming.
von Paul G. Harris, in Global Asia 4, 30 Dezember 2008
Chinas wirtschaftlicher Aufstieg hat eine Schattenseite: hohe Umweltkosten. Mittlerweile ist das Land der größte Emittent von Treibhausgasen. Zwar sind die Pro-Kopf-Emissionen noch weit unter den Werten der klassischen Industrieländer, eine wachsende Mittelschicht übernimmt jedoch deren energieintensiven Lebensstil und verstärkt so den Klimawandel. Dieser ist maßgeblich von den reichen Ländern verursacht. Ohne Chinas Beteiligung aber werden Klimaschutzbestrebungen nicht erfolgreich sein. Aktuell ist Peking nicht auf einem nachhaltigen Entwicklungspfad, vielmehr scheint es die Fehler des Westens zu wiederholen – mit einschneidenden Konsequenzen für das Klima. [Zusammenfassung: Lars Brückner]
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» Der unheimliche Rivale
von Eberhard Sandschneider, in Eberhard Sandschneider: Globale Rivalen. Chinas unheimlicher Aufstieg und die Ohnmacht des Westens, Carl Hanser Verlag München, 2007, S. 1 – 6
Es ist Zeit, von der gedankenlosen Bewunderung zur einer realistischen Einschätzung der Volksrepublik zu gelangen, die der Komplexität des Phänomens China gerecht wird und einen angemessenen Umgang mit Peking ermöglicht. China ist ein Exponent der neu sich formierenden Weltordnung. Das wachsende außenpolitische Selbstbewusstsein resultiert aus einer ökonomischen Erfolgsgeschichte. Dabei birgt die Reformpolitik hohe innenpolitische Risiken. Zwischen China und dem Rest der Welt, vor allem den USA, zieht zudem eine Rivalität herauf, die es für den Westen ratsam erscheinen lässt, seine Chinapolitik besser zu koordinieren. Es wird „der entscheidende machtpolitische Konflikt des 21. Jahrhunderts“. [Zusammenfassung: Lucas Lypp]
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» Chinas wirtschaftlicher Aufstieg und Einstieg in das internationale System
von Andreas Beyer, in aussenpolitik.net, April 2007
Die Volksrepublik China hat eine Bevölkerung von 1,3 Milliarden, einen riesigen Markt und ehrgeizige Ziele. Dabei trifft die vormals kollektivistisch organisierte Gesellschaft unter einer autoritären Führung auf ein wirtschaftlich und militärisch von demokratischen Marktwirtschaften dominiertes Umfeld. Das Dilemma der chinesischen Führung: Der Aufstieg Chinas von der isolierten Regional- zur Großmacht ist nicht ohne Zugeständnisse an die Staatengemeinschaft zu schaffen. Die Verbreitung von Werten wie Demokratie oder Rechtsstaatlichkeit unterminiert dabei die Machtstellung der kommunistischen Partei. Peking muss daher auf der internationalen Bühne eine schwierige Gratwanderung vollziehen. [Zusammenfassung: Andreas Beyer]
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» Facing China's rise: Guidelines for an EU strategy
von Marcin Zaborowski, in ISS Chaillot Paper 94, Dezember 2006, 129 S.
Im September 2006 verabschiedeten die EU und China auf dem neunten EU-China-Gipfeltreffen ein gemeinsames Statement, in dem sie sich zu vertiefter politischer Zusammenarbeit und Dialog bekennen. Bleiben die Fragen: Welche Politik soll die EU verfolgen, welche Initiativen anstoßen, welche Interessen hervorheben? Schwerwiegende Fehler kann sich die EU als einer der Hauptpartner der Volksrepublik nicht erlauben. In acht Einzelbeiträgen analysieren die Autoren die Rolle Chinas in den internationalen Beziehungen sowie in einzelnen Politikfeldern (Militär, Energie, regionale Sicherheit, Demokratisierung und Handel) und leiten Handlungsoptionen und Empfehlungen für die EU ab.
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» Die Chinapolitik der USA
von Kay Möller, in APuZ 14, 3. April 2006, S. 12 - 18
Die amerikanische Chinapolitik ist von der Unsicherheit über die Intentionen und den weiteren Weg des größten Schwellenlandes geprägt. Eine Konstante der Politik Washingtons gegenüber der Volksrepublik besteht in der Mischung aus Versuchen der Eindämmung einerseits und der Einbindung in die internationale Ordnung andererseits. Die Beziehungen sind dabei seit 1989 turbulenter geworden; politische Spannungen auslösende Zwischenfälle haben sich vermehrt. Wesentliche Punkte der amerikanisch-chinesischen Agenda sind Konfliktgegenstände: die Asymmetrie der Handelsbeziehungen, der Aufbau entgegengesetzter militärischer Allianzen, die Taiwanfrage und die Problematik der politischen Öffnung. [Zusammenfassung: Lucas Lypp]
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» Die Politik der USA, der EU und Chinas in Zentralasien
von Mehdi P. Amineh, in APuZ 4, 23. Januar 2006, S. 11 - 18
Seit dem Ende der bipolaren Ordnung ist das Weltstaatensystem wieder in Bewegung. Der zentralasiatische Raum rückt dabei verstärkt ins Blickfeld der großen Mächte. Die USA als wichtigster Akteur, das aufsteigende China und die benachbarte EU treffen hier aufeinander in ihrem Ringen um die "Quellen der Macht". Noch auf Jahrzehnte werden die fossilen Brennstoffe der Hauptenergieträger der Weltwirtschaft sein und ein entscheidender Faktor für die weltweite Sicherheit. In der Auseinandersetzung um Ressourcen und Einflusssphären werden unter Einbeziehung Russlands neue Allianzen zur Ausbalancierung der amerikanischen Position geschmiedet. [Zusammenfassung: Lucas Lypp]
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» Chinas wirtschaftlicher Aufstieg
von Tobias Fehlbier, in 360° 1 / 2006, S. 22 - 35
Kaum ein Szenario basiert nicht auf China als bestimmendem Faktor des künftigen weltpolitischen Geschehens. Dabei werden die enormen wirtschaftlichen Wachstumsraten optimistisch in die Zukunft fortgeschrieben. Der Autor sammelt zunächst weitere Merkmale einer Weltmacht und nennt Risikofaktoren, die die Entwicklung der Volkrepublik gefährden könnten. Die Frage, ob sich der Aufstieg Chinas im internationalen Kontext eher kooperativ oder konfrontativ vollzieht, hängt eng zusammen mit der Abhängigkeit der politisch-militärischen von der wirtschaftlichen Stärke des Landes. Die weltweite wirtschaftliche Verflechtung spricht für einen berechenbaren und verantwortungsvollen Akteur. [Zusammenfassung: Lucas Lypp]
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» Defying "Great Game" Expectations
von Kathleen A. Collins & William C. Wohlforth, in Strategic Asia 2003/04, S. 291 - 317
Obwohl von vielen Seiten erwartet wurde, dass das Engagement der USA in Zentralasien nach dem 11. September 2001 eine neue Runde offener Rivalität zwischen den Supermächten einläuten würde, war das Gegenteil der Fall: Die Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten, Russland und China haben sich regional und global enorm verbessert. Doch wird dieses gute Ergebnis von Bestand sein? Der Text analysiert die Hauptinteressen der externen Mächte und die Reaktionen der zentralasiatischen Staaten. Es existiert eine Basis für eine dauerhafte Kooperation, die Präsenz der Großmächte kann zu einer Stabilisierung der Region führen.
Dokumente in China
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Hu Jintao’s Speech on Climate Change
Bemühungen um Klimaschutz sollen für Industrie- und Schwellenländer gleichermaßen Vorteile bringen; Schwellenländer nicht überfordern.
Veröffentlicht: 22.09.2009
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Closing Remarks for U.S.-China Strategic and Economic Dialogue [Clinton, Gaithner, Wang, Dai]
Ziele: Ausbau der Zusammenarbeit; Erholung der Weltwirtschaft; Nachhaltiges Wirtschaftswachstum; Stabilität in Nordostasien
Veröffentlicht: 28.07.2009
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U.S.-China Memorandum of Understanding to Enhance Cooperation on Climate Change, Energy and Environment
Ziele: Koordination von Ressourcen; Fortschritte bei Energieeffizienz, erneuerbaren Energien und nachhaltigen Transportmitteln
Veröffentlicht: 28.07.2009
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Statement of the G7 Finance Ministers and Central Bank Governors Meeting
Bekräftigung finanzieller Stabilisierungsmaßnahmen; zentrale Rolle des IWF; Absage an Protektionismus; weitere Reform der Finanzinstitutionen
Veröffentlicht: 25.04.2009
Zusammengefasst: Analysen im Internet
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Confronting the China-US Economic Imbalance
Die chinesische Regierung müsste Nachfrage und Konsum im Binnenmarkt stärken und so die Abhängigkeit vom Export abschwächen.
Veröffentlicht: 20.02.2010
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The United States-China Economic Relationship and the Strategic and Economic Dialogue
China und die USA müssen enger zusammenarbeiten. Dazu könnte die Schaffung einer G2 eine geeignete Plattform sein.
Veröffentlicht: 20.02.2010