Artikel mit tag G8

Dossiers

  1. Von der G8 zur G20
    by Lars Brückner & Lucas Lypp
    Am 25. und 26. Juni 2010 treffen sich die Staats- und Regierungschefs der großen Industrie- und Schwellenländer unter kanadischem Vorsitz in Muskoka und Toronto; zunächst im traditionellen G8-, dann im G20-Format, das 2009 zum zentralen Forum für weltwirtschaftliche Zusammenarbeit erklärt wurde. Vorgesehen ist ein Austausch über die laufenden finanzpolitischen Reformen, eine mögliche Beteiligung der Banken an der Krisenbewältigung, über Wachstumsstrategien sowie die Bekämpfung der Staatsverschuldung als Hauptbedrohung der weltwirtschaftlichen Erholung.

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Analysen

  1. » G8- und G20-Gipfel 2010 in Kanada: Bergwandern auf niedriger Höhe
    von Claudia Schmucker, in aussenpolitik.net, 1. Juli 2010
    Die G20 ist mittlerweile das zentrale Forum für internationale Wirtschaftskoordinierung. Fragen der Finanzmarktregulierung, Staatsverschuldung und globale Wachstumsstrategien werden hier behandelt. Wesentliches Ergebnis des Toronto-Gipfels ist die Einigung der Industrieländer, ihre Defizite bis 2013 zu halbieren und ab 2016 mit dem Schuldenabbau zu beginnen - ohne dabei den Aufschwung zu gefährden. Die weltweite Einführung einer Bankenabgabe oder Finanztransaktionssteuer ließ sich allerdings nicht durchsetzen. Jetzt dürfen Merkel und ihre Mitstreiter nicht der Versuchung nationaler Alleingänge erliegen. Der kommende G20-Gipfel in Seoul muss zu einem gemeinsamen Vorgehen führen. Bildquelle: The White House

  2. » Die Gipfeltreffen der G8 und G20 in Kanada: Große Herausforderungen, geringe Erwartungen
    von Katharina Gnath & Claudia Schmucker, in DGAPanalyse kompakt 3, 21. Juni 2010, 5 S.
    Ende Juni 2010 finden in Kanada zwei Gipfel der Staats- und Regierungschefs statt: Am 25. und 26. Juni treffen sich die Chefs der G8-Staaten – Kanada, USA, Japan, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Russland – in Muskoka. Am darauffolgenden Tag versammeln sich die G20-Mitglieder in Toronto. Die Herausforderungen sind groß: Das G20-Treffen findet vor dem Hintergrund der anhaltenden Wirtschafts- und Finanzkrise statt, die sich in den vergangenen Monaten zu einer Schuldenkrise entwickelt hat. Von beiden Gipfeln sind jedoch keine wegweisenden Entscheidungen zu erwarten, und daher ist vom Gipfelenthusiasmus der letzten Jahre nicht viel übrig geblieben. Bildquelle: Adam_T4, License CC Attribution

  3. » From the G8 to G20: reforming the global economic governance system
    von Claudia Schmucker & Katharina Gnath, in GARNET Working Paper 73/10, Januar 2010
    Unter dem Eindruck der Finanzkrise stieg die G20 zu einem Gremium auf höchster Ebene der Staats- und Regierungschefs auf. Beim G20-Gipfel im April 2009 hieß es bereits, die Gruppe sei das Instrument zur Schaffung eines neuen internationalen Finanzsystems. Während des G8-Treffens im Juli 2009 wurde das Outreach-Format intensiviert. Der Großteil des Gipfels verlief in Arbeitsgruppen, die Vertreter von Nicht-G8-Staaten umfassten. Künftig sind für das Verhältnis von G8 und G20 drei Szenarien denkbar: Konkurrenz, die zur Auflösung der G8 führen könnte, Koexistenz, wobei die G8 sich auf nicht-ökonomische Themen konzentrieren würde oder Kooperation bei einer Unterordnung der G8 als Vortreffen.

  4. » „G8-Gipfel sind nicht mehr zeitgemäß“
    von Annette Kaiser, in Diplomatisches Magazin 8, August 2009, S. 24 – 25
    Die Abschlusserklärung des G8-Gipfels von L’Aquila beinhaltet Beschlüsse zu den aktuellen globalen Herausforderungen. Dabei handelt es sich jedoch lediglich um unverbindliche Absichterklärungen, deren Umsetzung ungewiss ist. Vor allem ohne die Mitwirkung der Schwellenländer sind Durchbrüche etwa bei der Bewältigung von Klimawandel oder Wirtschaftskrise nicht möglich. Weltweite Lösungen werden zudem durch den steigenden Einfluss regionaler Gruppen erschwert. Um den nötigen Konsens herzustellen, sollten die VN gestärkt werden oder neue Gipfel-Formate alle relevanten Akteure zusammenbringen. Ein erster Schritt hierzu könnte die Eingliederung der BRIC-Staaten in die G8 sein. [Lars Brückner]

  5. » Dollar und Euro im Umbruch des Weltwährungssystems
    von Jens van Scherpenberg, in Hanns-Seidel-Stiftung, Berichte und Studien 89, 2009, S. 262 - 281
    Noch gibt es bei den Weltwährungen keine Gewinner und Verlierer der Wirtschaftskrise. Die Bedeutung des Euro war zuvor gestiegen, die Dominanz des US-Dollar aber nicht gebrochen worden. Nach wie vor ist der Dollar Leitwährung des Welthandels. Auch für die Geldanlage sind die politisch stabilen USA das attraktivste Ziel. Langfristig erscheint der Euro im Blick auf Leistungsbilanz- und Haushaltsdefizit der USA als Alternative. Die lange Hegemonie wirkt aber gegen eine baldige Ablösung des Dollar. Aus der Krise kann künftig mit Hilfe von G20, IWF und regionalen Währungsunionen eine multipolare Wirtschaftsordnung entstehen, aber auch ein Rückfall in den Wirtschaftsnationalismus ist vorstellbar. [Zusammenfassung: Roland Graf] Bildquelle: nicolasnova, License CC Attribution

  6. » Spiele ohne Brot? Die Legitimationskrise der G8
    von Jennifer Gronau, Martin Nonhoff, Steffen Schneider & Frank Nullmeier, in Leviathan (2009)37:117 -143, DOI 110.1007/s11578-009-0008-7
    Dass die G8 ein Legitimitätsproblem hat, unterstreichen insbesondere die jährlich wiederkehrenden Proteste. Zweifel an ihren Legitimationsgrundlagen sind auch in den Medien weit verbreitet, so dass man von einer anhaltenden Legitimationskrise sprechen kann. Zu diesem Ergebnis kommt die Untersuchung von je zwei Qualitätszeitungen aus vier Ländern (Deutschland, Schweiz, Großbritannien, USA) über einen Zeitraum von zehn Jahren (1998-2007). Die Gründe für die mediale Legitimationskrise der G8 liegen vor allem in ihrem wahrgenommenen Showcharakter und in einem Mangel an fassbaren Ergebnissen. Während man in Rom das Volk durch Brot und Spiele zu beruhigen versuchte, scheinen die G8-Gipfel nur Spiele ohne Brot zu sein. Bildquelle: J. Miers, License CC Attribution

  7. » Fünf Jahre NEPAD
    von Cord Jakobeit, in APuZ 32-33, 7. August 2006, S. 21 - 25
    Die Gründung der Initiative "New Partnership for Africa's Development" 2001 erregte viel Aufmerksamkeit, da sich die afrikanischen Regierungschefs erstmals dazu bekannten, durch gute Regierungsführung die Grundlagen für eine nachhaltige Entwicklung zu schaffen. Fünf Jahr später ist es jedoch zu früh, das Projekt als Erfolgsgeschichte zu feiern. Besonders der mit der G8 entwickelte "African Peer Review Mechanism" hat bislang wenig konkrete Ergebnisse gebracht. Auch die ökonomischen Daten des Kontinents haben sich kaum verbessert. Allerdings sollte man anerkennen, dass die NEPAD-Initiative dazu beigetragen hat, eine Marginalisierung Afrikas in der internationalen Politik zu verhindern.

Analysen im Internet

  1. G20: A dangerous ‘multilateralism’?
    Angesichts der Finanzkrise wurden im neuen G20-Format alte Probleme im Nord-Süd-Verhältnis unterdrückt.
    Veröffentlicht: 22.04.2010

  2. The G20 meetings: No common Framework, No Consensus
    Die G20 hat außer symbolischen Beschlüssen noch nichts erreicht.
    Veröffentlicht: 28.04.2010

  3. Strengthening the Nuclear Non-Proliferation Regime: Proposals and Problems
    Ein universales Nichtverbreitungsregime muss gleichermaßen restriktiv und attraktiv sein. Die NPT-Review-Konferenz 2010 hat eine anspruchsvolle Agenda
    Veröffentlicht: 12.02.2010

Dokumente

  1. G8 Muskoka Declaration Recovery and New Beginnings
    Die Staaten der G8 erklären gemeinsame Interessen in den Bereichen Sicherheits-, Entwicklungs- und Klimapolitik.
    Veröffentlicht: 26.06.2010