Artikel mit tag China
Dossiers
-
Die USA unter neuer Führung - ein Jahr Obama
by Lucas Lypp & Simon Schlechtweg
2008 haben sich die Amerikaner für einen politischen Wechsel entschieden. In den Neuen im Weißen Haus werden hohe Erwartungen gesetzt. Ein Jahr ist seit der Amtseinführung Obamas als 44. US-Präsident am 20. Januar 2009 vergangen. Ebenso wie das Votum zugunsten Obamas sind die Herausforderungen historisch, vor denen die neue Administration steht: das politische Erbe der Bush-Regierung, darunter unvollendete Kriege, Antiamerikanismus, durch unilaterale Schritte verärgerte Verbündete; tief greifende globale Trends wie Klimawandel und der relative Machtverlust der USA angesichts des Aufstiegs großer Schwellenländer. Schließlich wurde auch diese Regierung mit unerwarteten Problemen konfrontiert: der gewaltsamen Eruption des Nahostkonflikts und der Finanzkrise. Wie viel Wandel ist überhaupt möglich in Anbetracht solch umfassender Reparaturarbeiten?
Analysen
-
» Iran als Partner der internationalen Rüstungskontrolle einbinden
von Konstantin Kosten, in aussenpolitik.net, 30. April 2010
Verschärfte Sanktionen könnten die nächste Runde im iranischen Atompoker einläuten. Doch eine erfolgreiche Iranpolitik muss weitere Aspekte umfassen und darf den Gesprächsfaden mit Teheran nicht abreißen lassen. Die Isolation könnte eine noch härtere Gangart gegen die Zivilgesellschaft nach sich ziehen. Schon wegen des Zeitdrucks muss der Nuklearfrage absolute Priorität eingeräumt und das derzeitige Regime als Verhandlungspartner akzeptiert werden. Um die dubiosen Atomaktivitäten zu stoppen und in eine zivile Nutzung zu überführen, sind Iran klare Grenzen – und Perspektiven – aufzuzeigen. Warum sollte das Land sich nicht zu einem regionalen Partner bei der Rüstungskontrolle entwickeln? Bildquelle: Webmaster, License 
-
» Asiens Versicherung gegen Finanzkrisen: die Chiang Mai-Initiative
von André Schmelzer, in aussenpolitik.net, 15. April 2010
Infolge der Wirtschaftskrise leiden viele Länder unter hohen Staatsdefiziten, auch im Euroraum; der IWF befindet sich im Wandel. Eine weitere Auswirkung ist die vermehrte wirtschaftliche Kooperation in Asien. Die Länder der südostasiatischen Staatengemeinschaft sowie China, Japan und Südkorea (ASEAN+3) sichern sich mit dem Währungsswap-Abkommen vom 24. März 2010 fortan gegenseitig mit Devisenreserven im Wert von 120 Mrd. US-Dollar ab, um Liquiditätsprobleme meistern zu können. Sie ziehen damit ihre Lehren aus der Asienkrise von 1997/98. Einerseits ist die Initiative als weiterer Regionalisierungsschritt zu sehen, andererseits verhält sie sich komplementär zu den Hilfsprogrammen des IWF. Bildquelle: John C, License 
-
» Prospects of a Triangular Relationship? Energy Relations between the EU, Russia and Turkey
von Kristin Linke (Hg.) & Marcel Viëtor (Hg.), in Friedrich Ebert Stiftung, International Policy Analysis, 14. April 2010, 30 S.
Die EU sollte die energiepolitische Zusammenarbeit mit Russland und der Türkei vorantreiben und den Energiekorridor von Zentralasien durch den Kaukasus ausbauen. Eine Festigung der Dreierbeziehung zwischen diesen wichtigen Liefer- und Transitländern und einer der größten Abnehmerregionen wäre ein wesentlicher Schritt zur weiteren sicheren Versorgung der EU mit fossilen Brennstoffen. Das Vorhaben kann von allen Partnern als win-win-Situation begriffen werden. Brüssel muss dabei vor allem der veränderten Lage Rechnung tragen, dass die Union heute selbst Objekt von Diversifizierungsstrategien der Liefer- und Transitländer ist. Als Hauptkonkurrent um die eurasischen Rohstoffe tritt China auf. Bildquelle: Boban Markovic, License 
-
» Die wirtschaftliche Schieflage in den USA. Wie gravierend sind die Folgen?
von Josef Braml, in Zeitschrift für Außen- und Sicherheitspolitik 2, April 2010, S. 189 - 200
Die Finanz- und Wirtschaftskrise zieht den amerikanischen Arbeitsmarkt stark in Mitleidenschaft, was die überdurchschnittlich konsumgetriebene US-Wirtschaft in Gefahr einer Abwärtsspirale bringt. Verstärkt wird der Effekt dadurch, dass mit der Automobilindustrie und dem Immobilienmarkt zwei Branchen, die bei vergangenen Krisen als Puffer fungierten, diesmal Teil der Misere sind. Zudem erreichen Haushaltsdefizit und Staatsverschuldung Rekordwerte, was in Verbindung mit dem dauerhaft niedrigen Leitzins der Notenbank die Inflations- und Abwertungsrisiken erhöht. Das würde vor allem auch die exportabhängigen und mit den USA stark verzahnten Volkswirtschaften Asiens und Europas treffen.
-
» Internationale Rüstungskontrolle 2010
von Oliver Schmidt, in aussenpolitik.net, 10. Februar 2010
Im Mai 2010 findet turnusmäßig eine Überprüfungskonferenz des NVV statt. Der Erhalt des Regimes wäre bereits ein solides Ergebnis, so DGAP-Experte Oliver Schmidt. Weitere Fortschritte bei der Rüstungskontrolle sind nicht zuletzt abhängig vom Verhalten der offiziellen Atommächte. Deren Signale aber sind widersprüchlich und reichen von der Abrüstung über die Modernisierung ihres Arsenals bis hin zu weiterer Rüstung. Die Fälle Nordkorea und Iran unterstreichen den Handlungsbedarf. Staaten, die mit Hilfe des NVV ein ziviles Atomprogramm aufbauen, dieses dann für militärische Zwecke umfunktionieren und so das Regelwerk verletzen, sollten das Regime künftig nicht mehr ungestraft verlassen dürfen. [Zusammenfassung: Lucas Lypp] Bildquelle: Buroll
-
» Zentralasien - Eine Region von strategischer Bedeutung zwischen Russland, China und der Europäischen Union
von Stefan Meister, in aussenpolitik.net, 5. Februar 2010
Seit dem Ende der SU weckt Zentralasien das Interesse externer Akteure, darunter China und die USA. Russland versucht seinen Einfluss aufrecht zu erhalten. Die Staaten der Region wiederum fürchten eine zu starke Abhängigkeit von Moskau und nutzen die Konkurrenz der Großmächte, um deren Politik auszubalancieren. Ziel der EU ist es, Zentralasien - in vielfacher Hinsicht eine Krisenregion - politisch und wirtschaftlich zu stabilisieren. Dem legen die Europäer ihre eigenen Wertvorstellungen zugrunde und verfolgen zudem energiepolitische Interessen. Der Widerspruch zu den lokalen Eliten, die auf dem Status quo und politischer Neutralität beharren, begrenzt dabei die Wirkung der EU-Strategie. [Zusammenfassung: Lucas Lypp]
-
» Handel im Wandel: Freihandel hat keine Priorität für Obama
von Claudia Schmucker, in aussenpolitik.net, 14. Januar 2010
Mit der Handelspolitik kann US-Präsident Obama innenpolitisch wenig punkten. Das Thema wird daher von anderen Politikfeldern auf einen unteren Platz der Agenda verdrängt. Auf der internationalen Bühne verfolgt die US-Regierung - zwischen Protektionismus und Freihandel schwankend - noch keine klare Strategie. Im Rahmen der Doha-Runde haben die USA bislang nicht die erhoffte Führungsrolle übernommen. Ein erfolgreicher Abschluss der WTO-Verhandlungen sollte aber Teil der Bemühungen der amerikanischen Regierung sein, die nationale und die Weltwirtschaft wieder flott zu machen. [Zusammenfassung Lucas Lypp] Bildquelle: Photos8.com, License 
-
» Zentralasien und die EU - Aussichten einer Energiepartnerschaft
von Luba Azarch, in DGAPanalyse 7, 25. August 2009, 24 S.
Mit der 2007 angenommenen „Strategie für eine neue Partnerschaft“ ist das energiereiche Zentralasien verstärkt ins Blickfeld der EU-Außenpolitik gerückt. Hauptziel der EU ist, einen ordnungs- und entwicklungspolitischen Ansatz mit der Durchsetzung wirtschaftlicher, energie- und sicherheitspolitischer Interessen zu verbinden. Die vorliegende Studie befasst sich vornehmlich mit den europäischen Ambitionen im Energiebereich. Sie kommt zu dem Schluss, dass sich der konditionierte Ansatz angesichts der innenpolitischen Strukturen Zentralasiens und der geopolitischen sowie wirtschaftlichen Zwänge als wenig erfolgsversprechend wird. Bildquelle: Robert Thomson, License 
Analysen im Internet
-
Confronting the China-US Economic Imbalance
Die chinesische Regierung müsste Nachfrage und Konsum im Binnenmarkt stärken und so die Abhängigkeit vom Export abschwächen.
Veröffentlicht: 20.02.2010
-
America, Europe, and the New Trade Order
Eine enge transatlantische Kooperation bleibt für die Gestaltung des multilateralen Handels unverzichtbar.
Veröffentlicht: 09.01.2010
-
The G-20 and the Global Economy: Sink or Swim
Das G20-Forum ist in der Lage, Probleme von globaler Dimension anzugehen und gemeinschaftliche Lösungen zu finden.
Veröffentlicht: 22.04.2010
-
The United States-China Economic Relationship and the Strategic and Economic Dialogue
China und die USA müssen enger zusammenarbeiten. Dazu könnte die Schaffung einer G2 eine geeignete Plattform sein.
Veröffentlicht: 20.02.2010
-
Obama's Foreign Policy: Is This Change We Can Believe In?
Außenpolitische Erfolge wird Obama nur haben, wenn es ihm gelingt, wichtige Akteure wie Russland, China und Iran einzubinden.
Veröffentlicht: 20.02.2010
Dokumente
-
Rede von Bundesminister Westerwelle auf der 46. Münchner Sicherheitskonferenz
Ob Proliferationsgefahr oder aufsteigende Akteure: diesen sicherheitspolitischen Entwicklungen muss deutsche und europäische Politik Rechnung tragen.
Veröffentlicht: 06.02.2010
-
Remarks on the Future of European Security [Hillary Clinton]
Hillary Clinton ruft die EU-Länder auf, gemeinsam mit den USA die weltweiten sicherheitspolitischen Herausforderungen zu meistern.
Veröffentlicht: 29.01.2010
-
Hu Jintao’s Speech on Climate Change
Bemühungen um Klimaschutz sollen für Industrie- und Schwellenländer gleichermaßen Vorteile bringen; Schwellenländer nicht überfordern.
Veröffentlicht: 22.09.2009
-
Closing Remarks for U.S.-China Strategic and Economic Dialogue [Clinton, Gaithner, Wang, Dai]
Ziele: Ausbau der Zusammenarbeit; Erholung der Weltwirtschaft; Nachhaltiges Wirtschaftswachstum; Stabilität in Nordostasien
Veröffentlicht: 28.07.2009
-
U.S.-China Memorandum of Understanding to Enhance Cooperation on Climate Change, Energy and Environment
Ziele: Koordination von Ressourcen; Fortschritte bei Energieeffizienz, erneuerbaren Energien und nachhaltigen Transportmitteln
Veröffentlicht: 28.07.2009
-
Remarks by the President at the U.S./China Strategic and Economic Dialogue
Themen des amerikanisch–chinesischen Dialogs sind die globalen Herausforderungen wie Finanzkrise, Klimawandel, Nukleare Proliferation und Terrorismus.
Veröffentlicht: 27.07.2009