Zentralasien

Mit der 2007 angenommenen „Strategie für eine neue Partnerschaft“ ist das energiereiche Zentralasien verstärkt ins Blickfeld der EU-Außenpolitik gerückt. Hauptziel der EU ist, einen ordnungs- und entwicklungspolitischen Ansatz mit der Durchsetzung wirtschaftlicher, energie- und sicherheitspolitischer Interessen zu verbinden Bildquelle: Irene2005, License CC Attribution
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Analysen


  • » Prospects of a Triangular Relationship? Energy Relations between the EU, Russia and Turkey
    von Kristin Linke (Hg.) & Marcel Viëtor (Hg.), in Friedrich Ebert Stiftung, International Policy Analysis, 14. April 2010, 30 S.
    Die EU sollte die energiepolitische Zusammenarbeit mit Russland und der Türkei vorantreiben und den Energiekorridor von Zentralasien durch den Kaukasus ausbauen. Eine Festigung der Dreierbeziehung zwischen diesen wichtigen Liefer- und Transitländern und einer der größten Abnehmerregionen wäre ein wesentlicher Schritt zur weiteren sicheren Versorgung der EU mit fossilen Brennstoffen. Das Vorhaben kann von allen Partnern als win-win-Situation begriffen werden. Brüssel muss dabei vor allem der veränderten Lage Rechnung tragen, dass die Union heute selbst Objekt von Diversifizierungsstrategien der Liefer- und Transitländer ist. Als Hauptkonkurrent um die eurasischen Rohstoffe tritt China auf. Bildquelle: Boban Markovic, License CC Attribution-ShareAlike

  • » Zentralasien - Eine Region von strategischer Bedeutung zwischen Russland, China und der Europäischen Union
    von Stefan Meister, in aussenpolitik.net, 5. Februar 2010
    Seit dem Ende der SU weckt Zentralasien das Interesse externer Akteure, darunter China und die USA. Russland versucht seinen Einfluss aufrecht zu erhalten. Die Staaten der Region wiederum fürchten eine zu starke Abhängigkeit von Moskau und nutzen die Konkurrenz der Großmächte, um deren Politik auszubalancieren. Ziel der EU ist es, Zentralasien - in vielfacher Hinsicht eine Krisenregion - politisch und wirtschaftlich zu stabilisieren. Dem legen die Europäer ihre eigenen Wertvorstellungen zugrunde und verfolgen zudem energiepolitische Interessen. Der Widerspruch zu den lokalen Eliten, die auf dem Status quo und politischer Neutralität beharren, begrenzt dabei die Wirkung der EU-Strategie. [Zusammenfassung: Lucas Lypp]

  • » Zentralasien und die EU - Aussichten einer Energiepartnerschaft
    von Luba Azarch, in DGAPanalyse 7, 25. August 2009, 24 S.
    Mit der 2007 angenommenen „Strategie für eine neue Partnerschaft“ ist das energiereiche Zentralasien verstärkt ins Blickfeld der EU-Außenpolitik gerückt. Hauptziel der EU ist, einen ordnungs- und entwicklungspolitischen Ansatz mit der Durchsetzung wirtschaftlicher, energie- und sicherheitspolitischer Interessen zu verbinden. Die vorliegende Studie befasst sich vornehmlich mit den europäischen Ambitionen im Energiebereich. Sie kommt zu dem Schluss, dass sich der konditionierte Ansatz angesichts der innenpolitischen Strukturen Zentralasiens und der geopolitischen sowie wirtschaftlichen Zwänge als wenig erfolgsversprechend wird. Bildquelle: Robert Thomson, License CC Attribution

  • » Interessen, Instrumente, Einflussgrenzen. Die Europäische Union und Zentralasien
    von Andrea Schmitz, in Osteuropa 8-9 / 2007, S. 327 – 338
    Die EU verstärkt ihr Engagement in Zentralasien und möchte zur Stabilisierung und Modernisierung beitragen sowie an den fossilen Ressourcen partizipieren. Dazu wurde 2007 ein regionales Strategiepapier beschlossen. Die Handlungsmöglichkeiten der Europäer zwischen Astana und Aschgabat werden jedoch begrenzt durch die Präsenz einflussreicherer Akteure. Nach wie vor besteht eine enge Verflechtung der Region mit Russland. China ist zum wichtigsten Handelspartner avanciert. Die zentralasiatischen Länder wollen ihre Beziehungen diversifizieren und die Dominanz Russlands überwinden. Das weltweite Interesse an dem Raum erweitert dabei ihren Handlungsspielraum; Europa ist lediglich eine Option. [Zusammenfassung: Lucas Lypp]

  • » Mythos Diversifizierung. Europa und das Erdgas des Kaspiraums
    von Roland Götz, in Osteuropa 8-9 / 2007, S. 449 – 462
    Zur Verbesserung der Energiesicherheit Europas vor allem im Bereich der Erdgasversorgung gilt die Minderung der Abhängigkeit von Russland als vorrangige Maßnahme; wichtige Mosaiksteine bei der geografischen Diversifizierung sind Aserbaidschan, Kasachstan, Turkmenistan und Usbekistan, die sich zugleich von Moskau zu emanzipieren versuchen. Insgesamt ist die Bedeutung des Förder- und Exportpotenzials der Region allerdings nicht zu überschätzen. Die einzelnen Länder spielen zudem eine ganz unterschiedliche Rolle für Europa. Allenfalls der Iran könnte nach Russland und Afrika zum drittgrößten Versorger Europas aufsteigen. Russland verfolgt unterdessen eigene Diversifizierungsstrategien. [Zusammenfassung: Lucas Lypp]

  • » Die Europäische Union und der postkommunistische Raum. Integration, europäische Nachbarschaftspolitik und strategische Partnerschaft
    von Michael Ehrke, in Friedrich-Ebert-Stiftung Kompass 2020, Mai 2007, 22 S.
    Die EU-Strategien gegenüber dem Osten reichen vom Beitrittsziel für den Balkan über die Integration Osteuropas im Rahmen der ENP bis zur strategischen Partnerschaft mit Russland. EU-Ostpolitik wird dabei maßgeblich geprägt durch die Entwicklung Zentraleuropas, die ganz unterschiedliche Wege nehmen kann. Eine Fortsetzung der wirtschaftlichen Modernisierung könnte auf den übrigen postkommunistischen Raum ausstrahlen. Ein Scheitern dieser Entwicklung könnte antieuropäische Kräfte an Boden gewinnen und sich an Russland orientieren lassen. In einem dritten Szenario ist die EU-Ostgrenze eine Art Systemgrenze zwischen einem prosperierenden Zentraleuropa und einer stagnierenden Nachbarschaft. [Zusammenfassung: Louise Mossner]

  • » EU stakes in Central Asia
    von Anna Matveeva, in ISS Chaillot Paper 91, Juli 2006, 129 S.
    Im März 2007 kamen - erstmals in diesem Format - die EU-Troika und fünf zentralasiatische Außenminister zu Konsultationen zusammen; darunter auch der Sonderbeauftragte der EU für den Raum. Ihre sicherheits- und energiepolitische Bedeutung - vor allem die Nachbarschaft zu Afghanistan, der problematische Staatsaufbau sowie der Ressourcenreichtum - lassen die Region zunehmend ins Blickfeld der Union rücken. Die Autorin analysiert die postsowjetische Entwicklung Zentralasiens, den internationalen Kontext und gibt Empfehlungen für das EU-Engagement in der Region. Dabei betont sie die Notwendigkeit eines umfassenden Ansatzes, der gleichzeitig die Interessen anderer Akteure berücksichtigt. [Zusammenfassung: Lucas Lypp]

  • » Die Politik der USA, der EU und Chinas in Zentralasien
    von Mehdi P. Amineh, in APuZ 4, 23. Januar 2006, S. 11 - 18
    Seit dem Ende der bipolaren Ordnung ist das Weltstaatensystem wieder in Bewegung. Der zentralasiatische Raum rückt dabei verstärkt ins Blickfeld der großen Mächte. Die USA als wichtigster Akteur, das aufsteigende China und die benachbarte EU treffen hier aufeinander in ihrem Ringen um die "Quellen der Macht". Noch auf Jahrzehnte werden die fossilen Brennstoffe der Hauptenergieträger der Weltwirtschaft sein und ein entscheidender Faktor für die weltweite Sicherheit. In der Auseinandersetzung um Ressourcen und Einflusssphären werden unter Einbeziehung Russlands neue Allianzen zur Ausbalancierung der amerikanischen Position geschmiedet. [Zusammenfassung: Lucas Lypp]

  • » Defying "Great Game" Expectations
    von Kathleen A. Collins & William C. Wohlforth, in Strategic Asia 2003/04, S. 291 - 317
    Obwohl von vielen Seiten erwartet wurde, dass das Engagement der USA in Zentralasien nach dem 11. September 2001 eine neue Runde offener Rivalität zwischen den Supermächten einläuten würde, war das Gegenteil der Fall: Die Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten, Russland und China haben sich regional und global enorm verbessert. Doch wird dieses gute Ergebnis von Bestand sein? Der Text analysiert die Hauptinteressen der externen Mächte und die Reaktionen der zentralasiatischen Staaten. Es existiert eine Basis für eine dauerhafte Kooperation, die Präsenz der Großmächte kann zu einer Stabilisierung der Region führen.

Dokumente in Zentralasien

Zusammengefasst: Analysen im Internet