Artikel mit tag Europäischer Auswärtiger Dienst

Analysen

  1. » Strategie statt Bürokratie: Worauf es beim Aufbau des Europäischen Auswärtigen Dienstes ankommt
    von Almut Möller, in DGAPstandpunkt 5, 20. Mai 2010, 3 S.
    Ende April 2010 hat Lady Ashton ihren Entwurf für den Aufbau des Europäischen Auswärtigen Dienstes vorgelegt. Ihr Job war von Anfang an die Quadratur des Kreises. Denn die gegenwärtige Debatte um Aufbau und Zuständigkeiten der neuen Behörde erfolgt ohne jegliche strategische Ambitionen. Dabei bestehen die Chance und die Notwendigkeit, Visionäres zu leisten. Die EU und ihre Mitglieder haben jetzt Gelegenheit, ihre außenpolitischen Interessen künftig deutlich schlagkräftiger zu vertreten. Die EU-Mitglieder müssen daher die Debatte um den EAD völlig neu führen und zügig zu einer Einigung kommen. Sonst laufen sie Gefahr, außenpolitisch aufs Abstellgleis zu geraten.

  2. » The European Security and Defence Policy – The First Ten Years (1999-2009)
    von Giovanni Grevi (Hg.), Damien Helly (Hg.) & Daniel Keohane (Hg.), in European Union Institute for Security Studies, 2009, 450 S.
    Die ESVP hat sich zu einem festen Bestandteil der EU-Außen- und Sicherheitspolitik entwickelt. Dabei hat sich der strategische Fokus seit 1999 sehr verändert. Standen damals vor allem europäische Krisenherde wie der Balkan im Mittelpunkt, so ist die EU heute weltweit aktiv. Eine neue Art des Konfliktmanagements ist entstanden. Die Kooperation zwischen den Mitgliedstaaten wurde gefördert. Die Erweiterung auf 27 Länder jedoch ließ die EU als Akteur heterogener werden und bremst den Ausbau der ESVP immer wieder. Der Antiterrorkampf führte die Divergenzen zwischen den Mitgliedstaaten deutlich vor Augen. Mit dem Inkrafttreten des Vertrags von Lissabon erhält die ESVP nun neuen Schwung. [Simon Schlechtweg]

  3. » What Ambitions for European Defence in 2020?
    von Álvaro de Vasconcelos, in European Union Institute for Security Studies, 2009, 196 S.
    22 Missionen auf vier Kontinenten wurden bereits im Rahmen der ESVP durchgeführt. Legitimität erhalten sie vor allem, da sie nicht den Willen eines einzelnen Staates widerspiegeln, sondern ein europäisches Gemeinschaftsprojekt sind. Der Lissabon-Vertrag stärkt die ESVP. Jedoch ist ein weiterer Ausbau der zivilen wie militärischen Kapazitäten und eine Verbesserung der unionsinternen Zusammenarbeit nötig. Die Debatte über die Konkurrenz zwischen NATO und ESVP kann dabei als überholt betrachtet werden. Die EU ist im Wesentlichen kein Militärbündnis. Nun gilt es, ein flexibleres Kooperationsmodell auszuarbeiten. Eine gemeinsame Wertebasis ist vorhanden, die auch gemeinsam verteidigt werden muss. Bildquelle: isafmedia, License CC Attribution

Analysen im Internet

  1. Neuer Europäischer Realismus. Abschied von der Idee einer einheitlichen Außen- und Sicherheitspolitik
    Der Vertrag von Lissabon beendet die Hoffnungen auf eine intensivere gemeinsame EU-Außen- und Sicherheitspolitik.
    Veröffentlicht: 22.04.2010

  2. Three Phone Numbers for Europe: Will the Lisbon Treaty Make the European Union More Effective Abroad?
    Trotz Lissabon und Kohärenz-Bemühungen: Obama wird sich auch künftig mehrere europäische Telefonnummern merken müssen.
    Veröffentlicht: 15.03.2010

  3. Aufbau mit Weitsicht. Der Europäische Auswärtige Dienst als letzte Chance für die EU-Außenpolitik
    Für die Realisierung des EAD wurde ein ehrgeiziger Zeitplan aufgestellt. Wesentliche Fragen sind noch offen; Lissabon beseitigt nicht alle Hindernisse.
    Veröffentlicht: 15.03.2010

  4. Europe's foreign service: from design to delivery
    EU-Institutionen sowie EU und Mitgliedstaaten rücken näher zusammen. Das kann EU-Außenpolitik effizienter und kohärenter machen.
    Veröffentlicht: 22.04.2010

  5. Der Europäische Auswärtige Dienst. Nukleus einer starken Europäischen Außenpolitik
    Zur wichtigsten Erwartung an den neuen Dienst gehört, dass damit EU-Außenpolitik besser koordiniert und kohärenter wird.
    Veröffentlicht: 22.04.2010

Dokumente

  1. Fünf Jahre Europäische Nachbarschaftspolitik: mehr Handel, mehr Unterstützung, mehr Kontakte zwischen den Menschen (Pressemitteilung IP/10/566)
    Einschätzungen der Kommissare Catherine Ashton und Stefan Füle und Überblick über die aktuellen Dokumente
    Veröffentlicht: 12.05.2010

     
  2. Europäischer Rat Dezember 2009 - Schlussfolgerungen
    Hauptthemen der Ratstagung waren Europäischer Auswärtiger Dienst, Kopenhagener Klimakonferenz, Finanzkrise, Afghanistan und Iran.
    Veröffentlicht: 11.12.2009