Artikel mit tag EU

Analysen

  1. » Globalization, Regional Integration and the EU. Pleadings for a Broader Perspective
    von Cordula Janowski, in ZEI Discussion Paper 162 / 2006, 46 S.
    Nach der Epoche des Kalten Krieges prägen globale Verflechtung und regionale Kooperation zunehmend die internationalen Beziehungen. Beide Phänomene sind kein Gegensatz, sondern kommunizierende Entwicklungen. Staaten kooperieren regional vor allem auf wirtschaftlichem Gebiet und begreifen die Integration als Antwort auf weltweite Herausforderungen. Am Beispiel Chinas und Taiwans wird gezeigt, wie konflikthemmend und wohlstandsfördernd wachsende Interdependenz wirkt. Die EU fungiert weltweit als Vorbild, ist jedoch mit ihrer einzigartigen Integrationstiefe kaum als übertragbares Modell geeignet. Eines der größten Probleme zwischen- oder überstaatlichen Regierens bleibt das Demokratiedefizit.

  2. » Herrschaft der Lobbyisten in der EU?
    von Cornelia Woll, in APuZ 15-16, 10. April 2006, S. 33 - 38
    Entscheidungen auf europäischer Ebene gewinnen an Bedeutung. Entsprechend sind die Bemühungen gestiegen, auf die EU-Politik Einfluss zu nehmen. Über 10.000 Lobbyisten sind in Brüssel akkreditiert. Die meisten verfolgen ökonomische Ziele. Ist die europäische Politik Spielball wirtschaftlich potenter Interessenvertreter? Die Tätigkeit der Lobbyisten besteht vor allem im Beobachten der EU-Politik und nicht so sehr in der Interessendurchsetzung. Seitens der EU besteht zudem Informations- und Problemlösungsbedarf. Um die Asymmetrie bei der Interessenvertretung auszugleichen, fördert die Kommission unterprivilegierte europäische Netzwerke. Problematisch bleibt die hohe Intransparenz des Lobbying.

  3. » Security by proxy? The EU and (sub-)regional organisations: the case of ECOWAS
    von Bastien Nivet, in EU ISS Occasional Paper 63, März 2006, 43 S.
    Nicht nur aus historischer Verantwortung bildet der afrikanische Nachbarkontinent einen Schwerpunkt europäischer Außenpolitik. Das EU-Engagement zielt vor allem auf eine umfassende politische und wirtschaftliche Stabilisierung. Ein wesentliches Mittel dazu ist die Unterstützung von Regionalorganisationen. Über die klassische Entwicklungspolitik hinaus vervollständigt die EU dabei ihr außenpolitisches Instrumentarium. Die ECOWAS hat sich ebenfalls zu einem immer wichtigeren regionalen Akteur auf dem Gebiet der Sicherheitspolitik entwickelt. Jetzt geht es um eine Intensivierung der Beziehungen. Eine schier endlose Agenda an Themen und vor allem Konflikten ist zu bearbeiten. [Zusammenfassung: Lucas Lypp]

  4. » Europe's role in the Gulf: A transatlantic perspective
    von Roberto Aliboni, in The International Spectator 2, 2006, S. 33 - 50
    Der Irakkrieg hat der Frage nach der Rolle Europas in der Golfregion neue Brisanz verliehen. Die EU versucht durch die Initiative für eine strategische Partnerschaft, durch engere Zusammenarbeit mit den Staaten des Golfkooperationsrates sowie eine aktive Rolle in den Verhandlungen mit dem Iran ihren Einfluss auszuweiten. Während es an einer umfassenden Strategie für die Region mangelt, konnten die europäischen Staaten durch geschlossenes Auftreten gegenüber Teheran sicherheitspolitisch Akzente setzen. Wegen der divergierenden Interessen der EU und der USA haben künftig am ehesten europäische Initiativen außerhalb des konventionellen transatlantischen Rahmens Aussicht auf Erfolg. [Zusammenfassung: Lucas Lypp]

  5. » Die Politik der USA, der EU und Chinas in Zentralasien
    von Mehdi P. Amineh, in APuZ 4, 23. Januar 2006, S. 11 - 18
    Seit dem Ende der bipolaren Ordnung ist das Weltstaatensystem wieder in Bewegung. Der zentralasiatische Raum rückt dabei verstärkt ins Blickfeld der großen Mächte. Die USA als wichtigster Akteur, das aufsteigende China und die benachbarte EU treffen hier aufeinander in ihrem Ringen um die "Quellen der Macht". Noch auf Jahrzehnte werden die fossilen Brennstoffe der Hauptenergieträger der Weltwirtschaft sein und ein entscheidender Faktor für die weltweite Sicherheit. In der Auseinandersetzung um Ressourcen und Einflusssphären werden unter Einbeziehung Russlands neue Allianzen zur Ausbalancierung der amerikanischen Position geschmiedet. [Zusammenfassung: Lucas Lypp]

  6. » Deutschlands EU-Präsidentschaft 2007: Integrationspolitische Akzente in schwierigen Zeiten
    von Wolfram Hilz, in ZEI Discussion Paper 164 / 2006, 37 S.
    Die Messlatte hängt hoch und die Verantwortung ist groß: Deutschland ist wirtschaftlich stärkster EU-Staat, Gründungsmitglied und steht wegen seiner traditionellen integrationspolitischen Rolle in dem Ruf, Mustereuropäer zu sein. Unter schwierigen Rahmenbedingungen (darunter Führungswechsel in Paris und London) gilt es eine anspruchsvolle Agenda zu bewältigen. Dabei muss Berlin gleichermaßen als Impulsgeber und Moderator funktionieren. Verfassung, Vertiefung, innere Sicherheit, Türkei, äußere Handlungsfähigkeit, Nachbarräume, Energie heißen die Politikfelder, auf denen Anstöße nötig sind. 2007 ist es bereits ein Erfolg, wenn der Integrationsprozess wieder in Bewegung gebracht werden kann. [Zusammenfassung: Lucas Lypp]

  7. » A challenged and challenging Europe: Impact on NATO-EU-US-Relations
    von Simon Serfaty, in The International Spectator 1, 2006, S. 61 - 70
    Die Rolle Europas in den transatlantischen Beziehungen ist widersprüchlich: Einerseits befindet sich die EU aufgrund wirtschaftlicher und politischer Schwäche wichtiger Mitgliedsstaaten in einer schwierigen Situation. Andererseits konnte die EU ihr außenpolitisches Gewicht nicht zuletzt innerhalb der NATO erhöhen. Um den künftigen Erfolg der transatlantischen Partnerschaft zu gewährleisten, bedarf es sowohl weiterer Reformen innerhalb der EU als auch einer Neugestaltung des Verhältnisses zwischen USA und EU. Der Autor plädiert dafür, die USA verstärkt in Entscheidungsprozesse der EU einzubinden. Des weiteren sei eine bessere Koordination der Aktivitäten von EU und NATO nötig. [Zusammenfassung: Lucas Lypp]

  8. » Das Atlantische Bündnis als Transmissionsriemen atlantischer Politik
    von Helga Haftendorn, in APuZ 38-39, 23. September 2005, S. 8 - 15
    Inwieweit funktioniert die NATO noch als Ort transatlantischer Verständigung und gemeinsamer Sicherheitspolitik; zumal nach den Differenzen zwischen USA und Europäern bei Antiterrorkampf und Irakkrieg? Es ist eine Daueraufgabe, dem Bündnis Impulse zu geben. Als mitgliedstaatlich zusammengesetzter Akteur ist die Allianz durch die steigende Mitgliederzahl immer heterogener geworden und befindet sich zudem aufgrund neuer Aufgabenstellungen unter Anpassungsdruck. Durch eine nachhaltige konzeptionelle und institutionelle Reform kann die NATO wieder das Forum des euroatlantischen Austauschs und das Instrument erster Wahl zur Lösung sicherheitspolitischer Probleme werden. [Zusammenfassung: Lucas Lypp]

  9. » Die "NATO Response Force" und die "European Rapid Reaction Force": Kooperationspartner oder Konkurrenten?
    von Franz-Josef Meiers, in Johannes Varwick (Hg.): Die Beziehungen zwischen NATO und EU: Partnerschaft, Konkurrenz, Rivalität?, Verlag Barbara Budrich, Opladen 2005, S. 119 - 138
    Auf Anforderungen wie Terrorismus, Massenvernichtungswaffen oder Staatsversagen reagieren EU und NATO mit dem Ausbau ihrer sicherheitspolitischen Instrumente. Die Union beschloss die Aufstellung der ERRF, das Bündnis den Aufbau der NRF, weltweit schnell verfügbaren Einsatzkräften. Mit der Verbesserung ihrer militärischen Fähigkeiten wird die EU zum Schlüsselpartner der NATO. Dabei entsteht weniger ein gleichrangiger als ein komplementärer Akteur. Europa ist jedoch aufgerufen, Asymmetrien weiter zu reduzieren. Beide Seiten müssen ihr Verhältnis aber vor allem kooperativ statt kompetitiv gestalten, um wirksam handeln zu können. Dazu gilt es, zunächst einen strategischen Konsens herzustellen.

  10. » Indiens Sicherheitsinteressen und die GASP
    von Klaus Voll, in Hans-Georg Ehrhardt (Hg.): Die Europäische Sicherheits- und Verteidigungspolitik, Nomos Verlag, Baden-Baden 2002, S. 163 - 180
    Spätestens seit den erfolgreichen Tests seiner Nuklearwaffen sind die Großmachtinteressen Indiens unverkennbar. Doch die militärische Aufrüstung diene vor allem dem Selbstschutz, so der Autor. Grenzstreitigkeiten mit Pakistan und China bergen die ständige Gefahr offener Konflikte, die auch nuklear eskalieren können. Ein Aufgeben umstrittener Regionen könne im Dominoeffekt die Desintegration der Indischen Union nach sich ziehen. Die EU sollte verstärktes Interesse an Indien als weltgrößter Demokratie und Stabilitätsanker der Region zeigen und eine Mittlerrolle im Konflikt der drei regionalen Kontrahenten übernehmen. [Zusammenfassung: Jessica Seiler]

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Dokumente

  1. Abkommen zwischen der Europäischen Union und Georgien über die Rechtsstellung und die Tätigkeit der Rechtsstaatlichkeitsmission der Europäischen Union in Georgien, EUJUST THEMIS
    Mit der Gemeinsamen Aktion 2004/523/GASP wurde EUJUST THEMIS eingesetzt.
    Veröffentlicht: 30.12.2004

     
  2. Europäische Sicherheitsstrategie
    Die Sicherheitsstrategie nimmt explizit Bezug auf die Kaukasusregion.
    Veröffentlicht: 30.12.2003

     
  3. Mandatserweiterung des EU-Sonderbeauftragten für den Südkaukasus (Gemeinsame Aktion im Rahmen der GASP)
    Die Rolle des SB beim Konfliktmanagement wird gestärkt.
    Veröffentlicht: 08.12.2003

     
  4. Entschließung des Europäischen Parlaments zum Visazwang der Russischen Föderation für Georgien
    Die Ausnahme der Separationsgebiete aus dem Visazwang verletzt die territoriale Integrität Georgiens.
    Veröffentlicht: 18.01.2001

     
  5. Abschlussdokument des OSZE-Gipfeltreffens in Istanbul: Gemeinsame Erklärung der Russischen Föderation und Georgiens zum russischen Truppenabzug zur Schließung russischer Militärbasen (Anhang 14)
    Bis 2008 waren im georgischen Kerngebiet russische Truppen stationiert.
    Veröffentlicht: 17.11.1999