Artikel mit tag Transatlantische Beziehungen

Analysen

  1. » Den Boden bereitet ...
    von Henning Riecke, in Diplomatisches Magazin, Mai 2009, S. 24 – 25
    Das 60jährige Jubiläum der NATO haben die Staats- und Regierungschefs der Mitgliedstaaten zum Anlass genommen, die Ausarbeitung eines neuen strategischen Konzepts auf den Weg zu bringen. Dabei geht es um nichts geringeres als um die Zusammenführung unterschiedlicher Zielsetzungen wie sie von einzelnen Partnern verfolgt werden. Auch die Frage künftiger Erweiterungen der auf nunmehr 28 Länder angewachsenen Allianz wird berührt. Das Engagement in Afghanistan als Schlüsselprojekt der NATO erfährt nach dem Gipfel eine Verstärkung. Die angekündigte Aufstockung der amerikanischen Ressourcen ist dabei zugleich eine Aufforderung an die europäischen Teilnehmer ihren Beitrag ebenfalls zu erhöhen. [Zusammenfassung: Lucas Lypp]

  2. » Die Zukunft der Arktis
    von David Bosold & Simon Koschut, in DGAPaktuell 3, 21. April 2009, 4 S.
    Infolge des Klimawandels wird der Arktis mehr und mehr Aufmerksamkeit zuteil. Das Schmelzen des Eises eröffnet dabei neue Perspektiven, aber auch neue Konfliktfelder. Von besonderem wirtschaftlichen Interesse ist künftig die Möglichkeit der ganzjährigen Nutzung polarer Schifffahrtsrouten und die erleichterte Exploration der in der Region vermuteten Öl- und Gasreserven. Um ihre als exklusiv verstandenen Ansprüche auf die Arktis zu untermauern könnte es zu einer militärischen Aufrüstung der Anrainer kommen. Deren wichtigstes Kooperationsforum ist der Arktisrat. Die spezifischen Anliegen der etwa vier Millionen Einwohner der Polarregion werden meist ausgeblendet. [Zusammenfassung: Lucas Lypp] Bildquelle: NileGuide.com, License CC Attribution

  3. » President Barack Hussein Obama and the Middle East: the peace process, Iran, Iraq and reasonable expectations
    von Paul Sullivan, in Jordan Journal of International Affairs 4-5/2009, S. 9 – 36
    Den USA sind durch die Finanzkrise und ihre langjährige regionale Involvierung im Nahen Osten teilweise die Hände gebunden. Wie sehr sich die neue Administration in den Friedensprozess einbringen wird, hängt maßgeblich von den Schlüsselakteuren Obama, Clinton und Senator Mitchell ab. Dabei haben seine Erklärung, Jerusalem solle ungeteilte Hauptstadt Israels sein und die Aussage, dass er in der Frage israelischer Sicherheit keine Kompromisse eingehen werde, dem Ansehen des Präsidenten als Vermittler geschadet. Um in Nahost langfristig Stabilität zu erreichen und einer Zwei-Staaten-Lösung näher zu kommen gilt es den Status der Westbank zu klären und die Siedlungen abzubauen. [Zusammenfassung: Jasmin Reitzig]

  4. » Multipolare Rhetorik vs. unilaterale Ambitionen - Die Grenzen russischer Außenpolitik
    von Stefan Meister, in DGAPanalyse 3, 9. April 2009, 20 S.
    Das Eintreten für eine multipolare Weltordnung und gegen einen US-amerikanischen Unilateralismus ist eine Konstante russischer Außenpolitik seit dem Ende des Ost-West-Konflikts. Dabei gelten die Vereinten Nationen als die wichtigste internationale Organisation, um dieses Ziel zu erreichen. Jedoch führt Russlands Bekenntnis zu einer multipolaren Weltordnung nicht zu der Schlussfolgerung, multilateral zu handeln. Im Gegenteil, Moskau verfolgt eine klare Interessenpolitik, die weniger auf Konsens und Kooperation basiert als vielmehr auf Alleingängen und dem so genannten „nationalen Interesse“ Russlands. Bildquelle: sugarmonster, License CC Attribution-ShareAlike

  5. » Im Westen nichts Neues?
    von Josef Braml, in APuZ15-16, 6. April 2009, S. 15 – 21
    Obwohl US-Vizepräsident Biden bei der Münchner Sicherheitskonferenz „ein neues Zeitalter“ ankündigte, benannte er einen Aufgabenkatalog zur „Erneuerung der NATO“, der ähnlich auch von der Vorgängerregierung formuliert wurde. Personelle und inhaltliche Ausrichtung der neuen US-Regierung lassen keinen Kurswechsel, sondern Kontinuität in der amerikanischen NATO-Politik erwarten. Mit dem Instrument einer „globalisierten NATO“ wollen die USA ihren Interessen weltweit Geltung verschaffen. Neben den transatlantischen Verbündeten werden künftig auch Demokratien in Asien stärker in die Pflicht genommen, ihren finanziellen und militärischen Beitrag für eine liberale Weltordnung zu leisten. [Zusammenfassung: Josef Braml] Bildquelle: celebdu, License CC Attribution

  6. » Nur wer liefert, darf mitbestimmen - Die NATO wird 60
    von Eberhard Sandschneider, in DGAPstandpunkt 3, März 2009, 3 S.
    Die NATO hat sich ihre Jubiläumsreden wohl verdient, denn sie blickt auf 60 Jahre sicherheitspolitische Erfolge und eine zwanzigjährige Transformation zurück. Aber jetzt geht es um mehr als um das Schönreden des Erreichten: Zum 60. Geburtstag des Bündnisses möchte man kaum noch hören, was die NATO alles gewesen ist, sein könnte, tun sollte oder werden würde, wenn nur alle Forderungen aus Politikermündern und Expertenhirnen umgesetzt würden! Die meisten davon befassen sich mit Wunschdenken, doch die Wirklichkeit sieht anders aus. Denn heute haben die Mitgliedsstaaten kein gemeinsames Ziel mehr und blicken auf einen sechsjährigen Krieg in Afghanistan zurück, den sie längst verloren haben. Bildquelle: NATO

Analysen im Internet

  1. Beyond the ’’War on Terror’’: Towards a New Transatlantic Framework for Counterterrorism
    Die Zusammenarbeit der USA und der EU in der Terrorismusbekämpfung steht mit der Präsidentschaft Obamas vor einem Neustart.
    Veröffentlicht: 24.01.2010

  2. Nicht nur Kollateralschäden
    Statt die Afghanistan-Mission für gescheitert zu erklären, sollten sich die Konsequenzen eines Abzugs vor Augen geführt werden.
    Veröffentlicht: 12.06.2009

  3. Ein rüstiger Rentner … auf der Suche nach einem neuen Betätigungsfeld: die NATO
    Zum 60. Geburtstag dringend gesucht: eine neue Vision für das transatlantische Bündnis.
    Veröffentlicht: 12.06.2009

  4. Come home, NATO? The Atlantic Alliance’s New Strategic Concept
    Die Neuausrichtung der NATO läuft auf eine zunehmend weltweit tätige Allianz hinaus.
    Veröffentlicht: 11.07.2009

Dokumente

  1. Remarks by the President [Barack Obama] on a new Beginning (Rede an der Kairoer Universität)
    Gemeinsame Interessen und Werte sowie gegenseitiger Respekt sind die Basis für einen Neuanfang in den Beziehungen zwischen USA und muslimischer Welt
    Veröffentlicht: 04.06.2009

     
  2. Remarks by the President [Barack Obama] on North Korea
    Verurteilung Nordkoreas; entschlossene Antwort der Staatengemeinschaft nötig; Verstärkung der Bemühungen für ein Nichtverbreitungsregime
    Veröffentlicht: 29.05.2009

     
  3. Remarks of President Barack Obama, Prague, April 5, 2009
    Ziel einer nuklearwaffenfreien Welt, Ankündigung einseitiger Abrüstungsschritte und der Stärkung des Nichtverbreitungsregimes
    Veröffentlicht: 05.04.2009

     
  4. Declaration on Alliance Security, North Atlantic Council in Strasbourg / Kehl on 4 April 2009
    Auftakt zur Ausarbeitung eines neuen strategischen Konzepts, Wille zu größerer Rolle beim Krisenmanagement, zum Ausbau von Kooperationen
    Veröffentlicht: 04.04.2009

     
  5. NATO Strasbourg / Kehl Summit Declaration
    Afghanistaneinsatz hat Priorität, Erweiterungspolitik wird fortgesetzt, Kooperationen vor allem mit Russland und den VN werden ausgebaut
    Veröffentlicht: 04.04.2009

     
  6. Summit Declaration on Afghanistan, North Atlantic Council in Strasbourg / Kehl on 4 April 2009
    Die ISAF-Mission hat höchste Priorität und basiert auf den Prinzipien: Nachhaltigkeit, afghanische Selbstbestimmung, Vernetzung und Regionalisierung.
    Veröffentlicht: 04.04.2009

     
  7. Joint Statement by Dmitriy A. Medvedev and Barack Obama, Regarding Negotiations on Further Reductions in Strategic Offensive Arms
    Gemeinsame Erklärung für einen START I-Nachfolgevertrag, Selbstverpflichtung zum weiteren Abbau von Nuklearwaffen
    Veröffentlicht: 01.04.2009

     
  8. Afghanistan Report 2009
    Die Fortschritte der ISAF bei Sicherheit und Staatsaufbau waren eher mäßig, Gewalt und Verlustzahlen besonders im Südteil des Landes noch extrem hoch.
    Veröffentlicht: 31.03.2009

     
  9. Remarks by the President (Obama) on a new strategy for Afghanistan and Pakistan
    Eine massive Truppenerhöhung, Stärkung der zivilen Dimension und bessere Koordinierung der Koalition sollen Al Kaida und Taliban entmachten.
    Veröffentlicht: 27.03.2009

     
  10. Regierungserklärung von Angela Merkel zum NATO-Gipfel
    Afghanistan-Engagement ausbauen, Tür für Neue offen halten, Beziehung zu Russland vertiefen, Rüstungskontrolle stärken, EU-Kooperation verbessern
    Veröffentlicht: 26.03.2009