Artikel mit tag Deutsche Außenpolitik

Analysen

  1. » Merkels Tribut in Washington
    von Josef Braml, in aussenpolitik.net, 2. November 2009
    Als erstes deutsches Regierungsoberhaupt seit Konrad Adenauer hat Bundeskanzlerin Angela Merkel am 3. November 2009 Gelegenheit, vor beiden Kammern des US-Kongresses zu sprechen. Für diese Ehre erwarten die USA von Deutschland eine Gegenleistung in Form von Lastenteilung bei internationalen Kriegseinsätzen und die Bereitschaft, schärfere Sanktionen gegenüber dem Iran mitzutragen. Umgekehrt werden mögliche Forderungen Merkels nach Klimaschutzmaßnahmen und besserer Haushaltsdisziplin wegen innenpolitischer Prioritäten in Washington wenig Gehör finden. Bildquelle: sneakerdog, License CC Attribution

  2. » Europa braucht einen kontinuierlichen und differenzierten Blick auf den Nahen Osten
    von Sigrid Faath, in aussenpolitik.net, 22. Oktober 2009
    Die geringen Fortschritte bei der Lösung der Konfliktherde in Afghanistan, Iran, Irak und Palästina führen im gesamten Nahen und Mittleren Osten zu einer immer negativeren Wahrnehmung auch der beteiligten externen Akteure. Die ersten Schritte der neuen US-Administration werden lediglich mit Zurückhaltung beobachtet. Problematisch ist auch, dass durch die hohe Aufmerksamkeit für die großen Konflikte andere für die Region existenzielle Fragestellungen von der Agenda verdrängt werden, wie die sozioökonomische Entwicklung, der Staatsaufbau oder das algerisch-marokkanische Wettrüsten. Europäische Außenpolitik sollte ihren Nachbarraum als Ganzes nicht aus dem Blick verlieren. [Zusammenfassung Lucas Lypp] Bildquelle: JohnJobby, License CC Attribution-ShareAlike

  3. » Klimapolitik: Das Zugpferd lahmt. Deutschlands Außenpolitik braucht ein neues Großprojekt
    von Marcel Viëtor & Oldag Caspar, in DGAPstandpunkt 9, 15. Oktober 2009, 5 S.
    Von der angestrebten internationalen Führungsrolle Deutschlands in der Klimapolitik ist nicht viel zu sehen. Dabei könnte Deutschland damit nicht nur seine Wirtschaft stärken und die eigene Energieversorgungssicherheit erhöhen. Als klimapolitisches Zugpferd gewänne Berlin international an Ansehen und auch in anderen Bereichen an Gestaltungsspielraum. Es ist nun von zentraler Bedeutung: Glaubwürdigkeit durch Konsequenz wiederherzustellen, Klimainnenpolitik als Energiepolitik beispielhaft zu gestalten, Klimaaußenpolitik als Außenwirtschaftspolitik weiterzuentwickeln, CCS-Technologie für den Export zu entwickeln und Russland stärker in die Klimaverhandlungen einbinden.

  4. » Die Erweiterung der NATO und die Frage der Ukraine
    von Rolf Welberts, in Zeitschrift für Außen- und Sicherheitspolitik 4, Oktober 2009, S. 393 - 401
    Ein NATO-Beitritt der Ukraine bleibt ein sowohl unter den Mitgliedstaaten als auch innerhalb des Landes umstrittenes Vorhaben. Eine entsprechende Perspektive wurde Kiew 2007 gegeben, jedoch verzögerten sich konkrete Schritte immer wieder. Dabei ist die Ukraine bereits eng mit der NATO verflochten und beteiligt sich an allen Einsätzen. Beitrittsbefürworter in der Allianz weisen auf den Stabilitätsgewinn für Osteuropa hin. Skeptiker fragen nach dem Mehrwert für das Bündnis, kann doch die Ukraine nicht als sicherheitspolitisch konsolidiertes Land gelten. Russland möchte eine NATO-Mitgliedschaft der Ukraine auf jeden Fall verhindern. Aber deren Verflechtung mit dem Westen wird weiter zunehmen. [Zusammenfassung: Lucas Lypp] Bildquelle: LancerenoK, License CC Attribution-ShareAlike

  5. » Berlin – Washington: Nukleus einer gemeinsamen euro-atlantischen Strategie?
    von Thomas Jäger, in Hanns-Seidel-Stiftung, Berichte und Studien 89 / 2009, S. 320 - 332
    In den vergangenen Jahren reihte sich in den transatlantischen Beziehungen ein Tiefpunkt an den anderen. Die neue US-Administration und die sich verändernde Weltlage könnten nun für einen Neuanfang sorgen. Steigende sicherheitspolitische Kosten durch mangelnde Abstimmung können sich die Partner immer weniger leisten. Deutschland ist in vielfacher Hinsicht auf die USA angewiesen und darf auf keinen Fall in zu großen Gegensatz zu Washington geraten, sondern muss Gemeinsamkeiten suchen und Kooperationen anbahnen. Als wichtigstes transatlantisches Instrument sollte die NATO wieder zur zentralen sicherheitspolitischen Schnittstelle und zu einem globalen Ordnungsinstrument ausgebaut werden. [Zusammenfassung: Lucas Lypp]

  6. » Die deutsch-amerikanische Sicherheitspartnerschaft
    von Christian Schmidt, in Hanns-Seidel-Stiftung, Berichte und Studien 89 / 2009, S.334 - 346
    Die Fortführung der deutsch-amerikanischen Sicherheitspartnerschaft ist ein alternativloses Unternehmen, garantiert es doch den Erhalt geteilter Werte, des Wohlstands sowie größere internationale Macht. Hauptinstrument gemeinsamer Sicherheitspolitik bleibt trotz Divergenzen die NATO. Aber vor allem das bilaterale militärische Netzwerk hat sich über alle Krisen hinweg als belastbar erwiesen und muss ausgebaut werden. Obama setzt neue Schwerpunkte entspricht so eher europäischen Interessen. Das wird die Kooperation erleichtern. Die USA bleiben für die deutsche Außen- und Sicherheitspolitik unverzichtbar. Berlin sollte daher Washington beim Neuanfang tatkräftig unterstützen. [Zusammenfassung: Lucas Lypp]

  7. » Alle Macht dem Kanzler
    von Fritjof von Nordenskjöld, in Internationale Politik, September/Oktober 2009, S. 92-95
    Parteipolitisches Konkurrenzgebaren und eine überaus diffizile Koordination lähmen den politischen Entscheidungsprozess in Deutschland. Höchste Zeit, über neue Strukturen nachzudenken, das Auswärtige Amt der Kanzlerpartei zuzuordnen und mit der Kanzlerautorität zu stärken sowie das Amt eines „Foreign Secretary“ zu schaffen. Bildquelle: World Economic Forum, License CC Attribution-ShareAlike

  8. » Freund oder Feind? Zur Einschätzung von Sicherheitsbedrohungen in Friedensmissionen am Beispiel der Bundeswehr in Afghanistan
    von Philipp Münch, in Universität Hamburg, Institut für Politische Wissenschaft, Forschungsstelle Kriege, Rüstung und Entwicklung, Arbeitspapier 4/2009, 70 S.
    Im ISAF-Einsatz muss die Bundeswehr offenbar mehr Energie für den Selbstschutz aufwenden als für die Befriedung des Landes, dem eigentlichen Ziel der Mission. Welche Sicherheit soll also vorrangig geschaffen werden? Und wie geht die Bundeswehr mit den Gefahren um? Sie trifft mit oft zweifelhaften lokalen Machthabern Absprachen, die deren Position weiter festigen. Sie hilft bei der Ausbildung der afghanischen Armee, die allerdings von Korruption durchzogen ist und bei der Bevölkerung kaum Akzeptanz findet. Eine Fehlentwicklung des ISAF-Einsatzes insgesamt ist die starke Fokussierung auf die Aufstandsbekämpfung, die andere Aspekte des Staatsaufbaus verdrängt und oft zu zivilen Opfern führt. Bildquelle: ISAF Headquarters Public Affairs Office, License CC Attribution

Dokumente

  1. "Drei Männer, eine Sternstunde" Rede von Bundespräsident Horst Köhler bei der Veranstaltung "20 Jahre Mauerfall: Der Sieg der Freiheit
    Ehrung von Bush, Gorbatschow und Kohl als Überwinder des Kalten Krieges und Gestalter der europäischen und deutschen Einheit
    Veröffentlicht: 31.10.2009

     
  2. Rede des Bundesministers des Auswärtigen, Guido Westerwelle, anlässlich der Amtsübernahme
    Betonung der Kontinuität; Bedeutung des Politikfelds für Deutschland; Stellenwert der Europapolitik
    Veröffentlicht: 29.10.2009

     
  3. Rede von Bundesaußenminister Steinmeier zu den Ereignissen in Afghanistan
    Vorverurteilungen zu Luftangriff unzulässig; Terrorismus nicht nur mit militärischen Mitteln bekämpfen; Einsatz darf keine Daueraufgabe werden
    Veröffentlicht: 09.09.2009

     
  4. Regierungserklärung von Bundeskanzlerin Merkel zu den aktuellen Ereignissen in Afghanistan
    Kampfeinsatz der Bundeswehr ist notwendig; Lückenlose Aufklärung des Luftangriffs, aber keine Vorverurteilung; Vorbereitung einer Übergabestrategie
    Veröffentlicht: 08.09.2009

     
  5. Pressestatement von Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy
    G-20 Treffen in Pittsburgh muss greifbare Ergebnisse bringen; Iran soll Gesprächsbereitschaft signalisieren; weitere Sanktionen möglich
    Veröffentlicht: 01.09.2009

     
  6. Rede Bundeskanzlerin Merkel bei der Gedenkveranstaltung zum 70. Jahrestag des Ausbruchs des Zweiten Weltkriegs in Danzig
    Immerwährende Verantwortung Deutschlands, denn mit dem Überfall auf Polen begann das tragischste Kapitel der europäischen Geschichte
    Veröffentlicht: 01.09.2009

     
  7. Pressestatements von Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem Premierminister des Staates Israel, Benjamin Netanyahu
    Gesprächsthemen waren: Voraussetzungen für neuen Nahost-Friedensprozess; Stopp des Siedlungsbaus; Zwei-Staaten-Lösung; Iran
    Veröffentlicht: 27.08.2009

     
  8. Pressebegegnung Merkel-Medwedew in Sotschi
    gegenseitige Investitionen; Fortschritte beim Projekt „Nord-Stream“ nötig; strategische Zusammenarbeit im elektronischen Bereich
    Veröffentlicht: 14.08.2009

     
  9. Nationaler Entwicklungsplan Elektromobilität der Bundesregierung
    Maßnahmen zur Markteinführung von Elektrofahrzeugen; Forschung- und Entwicklungsarbeit verstärken; Umsetzung der Strategie „Weg vom Öl“
    Veröffentlicht: 01.08.2009

     
  10. http://www.bundesregierung.de/nn_1516/Content/DE/Mitschrift/Pressekonferenzen/2009/07/2009-07-16-merkel-deutsch-russische.html
    Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen; Gründung einer Energie-Agentur; stärkere Kooperation im wissenschaftlichen Bereich
    Veröffentlicht: 16.07.2009

     
  11. Pressestatement von Bundeskanzlerin Angela Merkel zu den 11. deutsch-russischen Regierungskonsultationen
    Deutschland und Russland sind strategische Partner; Zusammenarbeit in Wissenschaft und Wirtschaft; Gründung einer Energieagentur
    Veröffentlicht: 16.07.2009

     
  12. Abschlusspressekonferenz von Bundeskanzlerin Merkel zum G8-Gipfel in L’Aquila
    Industrieländer müssen Maßnahmen ergreifen, um weitere Wirtschaftskrisen zu verhindern; faire Wechselkursarrangements; Diskussion über Exit-Strategie
    Veröffentlicht: 10.07.2009