Analyse im Internet
Neue Führungsmächte als Partner deutscher Außenpolitik. Ein Bericht aus der Forschung
Von Jörg Husar u.a.
Beitrag erschienen in: SWP-Studie 36, Dezember 2008, 44 S.,
am: 10.12.2008
Indien, Brasilien, Südafrika und weitere Länder gewinnen in der internationalen Politik zunehmend an Bedeutung. Deutschland sollte sich gegenüber diesen Mittel- und Regionalmächten neu positionieren und die Zusammenarbeit vertiefen. Das gebietet der globale Gestaltungsanspruch Berlins, aber auch die Notwendigkeit auf weltweite Herausforderungen im Verbund zu reagieren. Die deutsche Außenpolitik muss dazu zunächst die eigenen Ziele schärfen und ihre breite Palette an Instrumenten besser abstimmen. Die vertieften Kooperationen bedeuten einerseits größeren Handlungsspielraum. Andererseits stellen die neuen Akteure in zahlreichen Politikfeldern ein Hindernis für die deutsche Politik dar. Ziel der Studie ist es, für die Zusammenarbeit geeignete Länder zu bestimmen. Diese weisen je nach Politikbereich unterschiedliche Fähigkeiten sowie eine unterschiedlich starke Konvergenz mit den Berliner Interessen auf. Politikfeldstudien zu den Themen good governance, Konfliktmanagement, Handels- und Klimapolitik zeigen vor allem die „Bremser“ deutscher Positionen. Eine hohe Anschlussfähigkeit erweist sich bei Australien, Brasilien, Indien, Mexiko, Südafrika, Südkorea und Thailand. Indien, Brasilien und Südafrika werden schließlich als Trio entscheidender Länder identifiziert, zu denen die Beziehungen ausgebaut werden sollten. Dazu gilt es neue Dialogformate zu schaffen, den kulturellen und wissenschaftlich-technischen Austausch zu fördern und dabei die Zivilgesellschaft einzubeziehen. [Zusammenfassung: Lucas Lypp]


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