Dossier

Die USA unter neuer Führung - ein Jahr Obama

Von Lucas Lypp & Simon Schlechtweg am 24.01.2010

2008 haben sich die Amerikaner für einen politischen Wechsel entschieden. In den Neuen im Weißen Haus und sein Team werden hohe Erwartungen gesetzt. Ein Jahr ist seit der Amtseinführung Obamas als 44. US-Präsident am 20. Januar 2009 vergangen. Ende 2010 dürfen die Bürger bei Zwischenwahlen ihr Urteil über die Halbzeitbilanz der neuen Regierung abgeben. In diesem entscheidenden Jahr muss Obama auch die Grundlagen für seine Wiederwahl 2012 legen. Ebenso wie das Votum zugunsten Obamas können die Herausforderungen als historisch bezeichnet werden, vor denen die neue Administration steht. Obama, Biden und Clinton haben das politische Erbe der Bush-Regierung angetreten: unvollendete Kriege, weltweit gewachsenen Antiamerikanismus, durch unilaterale Schritte verärgerte Verbündete. Sie müssen mit tief greifenden globalen Trends umgehen, wie dem Klimawandel und dem relativen Machtverlust der USA angesichts des Aufstiegs großer Schwellenländer. Schließlich wurde auch diese Regierung mit unerwarteten Problemen konfrontiert, die zusätzliche administrative Ressourcen binden: der gewaltsamen Eruption des Nahostkonflikts und der Finanzkrise. Wie viel Wandel ist überhaupt möglich in Anbetracht solch umfassender Reparaturarbeiten?
Bildquelle: Lucas Lypp

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